RIKE ON TOUR

Hey :) Mein Name ist Rike und ich bin 20 Jahre alt :) Durch diese Seite möchte ich all meine Lieben auf dem neusten Stand halten & auch für mich selber eine Erinnerung an mein erstes wirklich großes Abenteuer schaffen. Enjoy ;)

Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

9. Mai 2012

„Hi!  Howaya going, mate ? „ Wie die Australier sagen würden. Meine Antwort darauf lautet wie immer „Good good, thanks. And you?“ Denn mir geht es gut. Sehr gut. Ich platze vor Stolz und kann die letzten sechs Monate einfach gar nicht fassen. Wie ein Traum kommt mir alles Erlebte mittlerweile vor und es liegen nur noch 5 Tage vor mir bis ich in ein Flugzeug einsteige, was mich zurück nach Dubai fliegt, wo ich dann in das Flugzeug einsteige, das mich in die Arme meiner Liebsten bringt.
Aber kommen wir erstmal zu Vergangenen Heldentaten, Erlebnissen und Eindrücken.
Als ich euch das letzte Mal berichtet habe, verließen wir gerade Melbourne und fuhren schließlich los in Richtung Norden um zu unserem gemeinsamen Ziel Cairns zu kommen. Im Durchschnitt fuhren wir tagsüber so um die 600 km und so kamen wir schon am übernaechsten Tag in der Nähe von Sydney bei den „Blue Mountains“ an. Dort sahen wir sogar wieder einen kleinen Wasserfall und stellten fest, dass der Name „Blaue Berge“ nicht von ungefähr kommt, denn sie schienen wirklich in blauem Licht zu leuchten. Auch sehr sehenswert waren die „three sisters“, drei Felsen, die nebeneinander stehen und hochkant hervorragen. Einen Tag später erreichten wir Byron Bay. Auch wenn ich dort schon war, mussten wir uns dort nocheinmal für 2 Tage niederlassen, denn es ist einfach eine so wunderschöne kleine Stadt. Dort hatten wir leider nicht so Glück mit dem Wetter, also konnten wir uns nicht an den schönen Strand legen, aber die kleine Shoppingstrasse hat mich auch zufrieden gestellt und abends waren wir noch in einem bekannten Pub dort mit Livemusik und einem Bierchen :) Wir haben sogar im gleichen Hostel geschlafen, wie ich beim letzten Mal mit Aileen. Und das Allerbeste für uns war natürlich, dass wir nach 4 Tagen mal wieder eine Dusche dort hatten und Wäsche waschen konnten. Nach Byron fuhren wir Richtung Surfers Paradise. Ich hab mich sehr gefreut auch hier nocheinmal zu sein. Auch dort checkten wir wieder in ein Hostel ein für 2 Tage und gingen dann abends in den Club „SinCity“, wo Frauen die ganze Nacht Freigetränke bekamen. TOP! Dort trafen wir dann auch Mo, einen Kumpel von Toni und Fine. Somit hatten wir einen sehr unbeschwerten Abend bis wir den Heimweg antraten und Mo auf dem Weg beschloss ein Fahrrad zu klauen mit dem er sich dann in seinem Suff auf die Straße im Kopfsprung packte, bewusstlos war und wir total schockiert eine Ambulanz rufen mussten. Ewigkeiten mussten wir auf die Ambulanz warten, so dass wir schon total Panik hatten, weil Mo sich an nichts mehr erinnern konnte und auch nicht daran, dass er seit 9 monaten in Australien war! Oh Mann. Das war alles ganz schön aufregend. Am nächsten Morgen erfuhren wir aber, dass es ihm gut ginge und er nur eine Gehirnerschütterung und eine gebrochene Nase hatte. Wie gut, dass auch er in ein paar Tagen nach Hause fliegt. Da wird sich ja seine Familie über seinen Anblick freuen. :D Am nächsten Tag waren wir dann am Strand, denn um so weiter nördlich wir fuhren, desto wärmer wurde es wieder. Abends waren wir dann nocheinmal feiern. Es war so toll sich wieder zu stylen und schick zu machen. Unglaublich :) Da wir ja auch ganz schön unter Zeitdruck leiden, ging es dann auch schon am nächsten Morgen weiter und wir kamen noch am gleichen Tag in Brisbane an. Toni und Fine wollten Aushänge verteilen, um ihr Auto zum Verkauf anzubieten und somit mussten wir eine Nacht in Brisbane verbringen und waren in der Bar, die ich nur noch allzu gut kannte, von meinem letzten Brisbanebesuch. Am nächsten Tag ging es also weiter nördlich.Und um uns noch etwas mehr Zeitdruck zu verpassen buchten Fine und Ich uns für den 9.5 einen Skydive, also einen Fallschirmsprung in Cairns. Also mussten wir uns ranhalten. 6 Tage bis wir spätestens in Cairns sein mussten. Was das ganze etwas schwerer macht ist, dass ich seitdem kränkel und deswegen nicht topfit war um wie gewohnt den ganzen Tag durchzufahren. Also fuhr auf diesem Weg auch wieder Fine etwas. Nach drei Tagen Fahren und nachts auf einem Rastplatz im Auto schlafen kamen wir in Airlie Beach an. Es wurde mal wieder Zeit für eine Dusche und somit gingen wir in ein Hostel, wo wir für 10 $ pro Person in unserem eigenen Auto schlafen durften und trotzdem die Einrichtungen, wie Duschen und Küche benutzen konnten. Abends haben wir aber nicht s weiter gemacht, weil es mir immernoch nicht so gut ging. Am 7.5 waren wir noch so 200 km von Cairns entfernt und schliefen abends auf einem Rastplatz direkt am Meer unter Palmen. Wie gesagt, das Wetter wird hier immer besser und das liegt nicht zuletzt daran, dass wir uns jetzt hier in den Tropen befinden. Überall Palmen und Regenwälder. Viel angenehmer als die kalten Nächte mit Fine im Auto, wo sogar die Scheiben von innen gefroren waren.
Gestern kamen wir also in Cairns, dem Ende meines großen Roadtrips, an. 12 000 km liegen hinter Fine und mir. Und ich bin einerseits sehr erleichtert und stolz, aber andrerseits auch etwas wehmütig. Die Zeit, die wir im Auto verbracht haben, mit der Gewissheit nicht zu Wissen, wo man sich morgen aufhält oder schläft, ohne Strom und nur mit dem Nötigsten bepackt, wochenlang zu leben. (Wobei ich hier erwähnen muss, dass ich trotz meines leichten Hippilebens der letzten Wochen mir immer einen Luxus bewahrt habe: Ich hab eine elektrische Zahnbürste und die hält auch eine Woche ohne Strom. Jap, dafür kassierte ich viele Lacher, aber da steh ich drüber. Außerdem ist sie jetzt kaputt und ich muss mir in Deutschland erstmal eine neue kaufen :D ) Es war einfach eine wunderbare Zeit und es ist komisch zu wissen, dass das was vorerst endlos schien nun vorbei ist. 5 Tage noch und dann hab ich euch alle wieder. Heute ist also der 9.5 und somit der Tag, an dem Fine und ich uns aus 14000 Fuß aus einem Flugzeug stürzen wollten. Aber keine Sorge, der Fallschirm und die Landung waren im Preis mit inbegriffen. Kann ja nichts mehr schief gehen dachten wir. Somit wurden wir heut morgen hier abgeholt und gegen 9 Uhr sprang zuerst ich und dann Fine mit jeweils einem Skidivelehrer am Rücken aus einem Flugzeug. Oh mein Gott. Sofort wieder! Das war einfach mal der Hammer und ich würde es jedem empfehlen. Wir haben auch eine ganz coole DVD jeder und tolle Fotos. Ich freue mich schon sehr diese mit euch anzusehen. Man, seh ich da scheiße aus :D Danach war ich erstmal wie in Trance und komplett auf StandbyModus. Nach der Landung versuchte mich mein Skydivelehrer nocheinemal zu interviewen, aber wie man auf dem Video gut erkennen kann, hab ich mein Gehirn wohl oben irgendwo verloren, also erzählte ich nur Brei. Was solls :D Wer würde es mir verdenken. Den Sprung habe ich heute bestimmt schon weitere 20 Mal erneut durchlebt. Oh mann, war das aufregend. Ein weiterer fester Wunsch von mir war natürlich auch noch einmal im Great Barrier Reef tauchen zu gehen, doch diese Idee hatte ich verworfen, weil es einfach mal so arschteuer hier is. Heute nach dem Sprung allerdings sah ich erneut Plakate vom Tauchen hier und beschloss, dass ich als Open Water Diver hier einfach nicht nicht tauchen kann. Somit ist für morgen ein Tauchgang für mich in einem Katamaran gebucht und ich freue mich schon sehr. Anders ginges einfach nicht. Dann hunger ich lieber in Sydney :D Hab mir sogar eine Unterwasserkamera ausgeliehen, um auch tolle Fotos zu machen morgen. Fine und Toni bleiben hier, denn sie tauchen ja nicht. Ich hoffe nur, dass es nicht zu einer Überbelastung meines Körpers führt, denn heute der Skydive, morgen das Tauchen und übermorgen der Flug ist schon ganz schön gefährlich. Ich riskiere es aufgrund von Alternativlosigkeit. Aber es wird sich lohnen :)
Wir wohnen also seit gestern in einem Hostel in Cairns für 13 $ die Nacht inkl. Frühstück. WUHU! Das ist einfach mal die Hälfte von dem normalen Hostelpreis. Und es ist hier sogar sehr schön. Mit Pool und Palme lässt es sich hier für drei Tage echt gut leben. Denn dann geht mein Flug nach Sydney, wo ich dann noch drei weitere Tage Sightseeing mache und nocheinmal ganz für mich bin und alles nochmal Revue passieren zu lassen bis am 14.5 dann mein Flug von dort aus nach Dubai geht. Ich meld mich auf jeden Fall nocheinmal aus Sydney :)

Cheers, Big Ears :)

Mit ganz viel Liebe und Küssen

Die Weltenbummlerin





MELBOURNE

Autor: Larika
26. April 2012

Und schon wieder sind ein paar Tage vergangen und ich bin um einige Eindruecke reicher :) Vor drei Tagen sind wir hier in Melbourne angekommen und es war erst echt schwer sich wieder in das Grossstadtleben einzugliedern. Am schlimmsten finde ich den Verkehr. Ich fahre ja immerhin und es ist ein ganz schoene Umstellung vom Landleben auf 4spurigen Highway! Aber alles hat gut geklappt :) Ganz aufgeregt sahen wir unserem ersten Schminken und Zurechtmachen entgegen. Am ersten Tag haben wir erstmal eine Shoppingtour gemacht, wobei ich recht enttaeuscht war, denn ich hab eigentlich nichts gekauft, doch mein Geldbeutel freute sich natuerlich :) Abends sind wir dann auf Papas Wunsch hin fein Essen gewesen beim Italiener. Danach war eigentlich noch ein Barbesuch geplant, aber da unsere Maegen von den letzten Wochen der Instantnoodlesdiaet etwas kleiner geworden zu sein, rollten wir danach schnurstracks ins Bett. Das Essen war aber ausgesprochen gut und einen Wein hatten wir uns auch gegoennt :) Am naechsten Tag sind wir mit dem “City Circle” gefahren. Das ist eine kostenlose Strassenbahn, die einen durch Melbourne faehrt. Also stand Sightseeing auf dem Programm. Abends ging es dann in so einen Elektroschuppen. Mir gefiel die Musik nicht und ich war frueh zuhause. Toni und Fine kamen relativ zeitnah nach, so dass wir am naechsten morgen wieder fit waren zum Stadt erkunden. Leider war gestern “Anzac Day”, also Feiertag und alle Laeden hatten zu. Wir haben uns trotzdem nach St Kilda gewagt und waren dort einen Tee am Strand trinken. Es war bitterkalt jetzt die Tage, so dass wir froh waren, in ein YHA Hostel eingecheckt zu haben fuer die drei Tage. Gestern abend waren wir dann so muede, dass wir einfach im Zimmer blieben und frueh ins kuschelige Bett gingen :) Heute morgen gab es 2 $ Pancakes im Hostel. Da ist es also nur verstaendlich, dass wir die natuerlich mitgenommen haben :) Mit Toni und Fine ist es ganz okay. Mir faellt es schwer ueber alles vergangene hinweg zu sehen ohne darueber nocheinmal zu sprechen. Toni nicht. Mal gucken, wie das noch wird. Jetzt waren wir nocheinmal in der Stadt und gleich machen wir uns auf in Richtung Norden :) Bis dann, meine Lieben!

Rike

xxx



Great Ocean Road

Autor: Larika
22. April 2012

Halli Hallo :)

Liebste Grüße von der “Great Ocean Road” an all meine Liebsten :) Am 20. sind wir aus Adelaide losgefahren Richtung Melbourne und unser erster Zwischenstopp war in Portland, wo wir gestern ankamen und uns eine Seehundekolonie angesehen haben. Auf dem Weg dorthin sind wir ca eine Stunde gewandert und haben eine ganze Kangurufamilie mit ca 50 Mitgliedern gesehen. Das war schön. Die waren sogar relativ zutraulich und sind nicht sofort weggerannt. Außerdem sahen wir sogar wilde Koalas in den Bäumen auf dem Weg nach Portland. Heute fuhren wir zum ersten Mal auf der Great Ocean Road und sahen sogar die 12 Apostel. Da es aber geregnet hat, hielten wir uns nicht all zu lange dort auf. Heute Nacht schlafen wir an einem Rastplatz direkt am Meer. Morgen kommen wir wahrscheinlich in Melbourne an :)

Das war erstmal das Neuste :)

Tausend Küsse



19. April 2012

Viel Zeit ist vergangen seitdem ich euch das letzte Mal das Neuste berichtet habe, aber jetzt bietet es sich mir endlich wieder die Möglichkeit meine Abenteuer schriftlich festzuhalten :) Seit dem 19.3 sind wir nun schon nicht mehr bei Graham und Hazel. Wir hatten dort eine echt gute Zeit und es war richtig spannend mal so ins Farmleben Einblick zu erhalten. Nach den zwei Wochen zusammen, waren wir alle richtig traurig die Beiden verlassen zu müssen. Außerdem hatten wir ja immernoch keinen neuen Job gefunden für die Zeit danach. Alles was wir hatten, war das Angebot von Craig- einem der bei der Auktion mitgearbeitet hatte- seiner Frau für 2,3 Tage im Haushalt zu helfen. Die Beiden wohnen in Moora ( also in der 68km weit von der Farm entfernten Stadt). Daher fuhren wir dann erstmal dort hin und trafen uns mit Marie, Craigs Frau. Sie erzählte uns dann auch gleich, dass wir beide jeder 100 $ am Tag verdienen würden und „natürlich“ Unterkunft und Essen frei bei ihr bekommen würden, solange wir da arbeiten. WOW! Wir hatten sogar jeder ein eigenes Schlafzimmer und für mich das Größte :Marie hatte zwei Barneyhunde :) Monty und Lilly. Ich war im Hundehimmel! Fast jede Nacht schliefen die Beiden mit mir im Bett und ich hab das so genossen!  Am ersten Abend saßen wir dann alle gemütlich ein einer Runde und erzählten ihnen von unserer Pechsträhne zuvor (Auto kaputt, keinen Job gefunden, etc..) und die beiden waren ganz geschockt von unserem Unglück. Genug Geld für das weitere Reisen hatten wir auf der Farm ja leider auch noch nicht verdient. Also bot uns Marie an, bei ihren Freunden noch etwas rumzufragen, ob jemand uns gebrauchen könnte und so hätten wir dann erstmal etwas Arbeit. Von Anfang an sicherte Marie uns aber zu, dass wir trotzdem weiter bei ihr wohnen dürfen.Marie hatte außerdem eine kleine Teddy-Company. Also sie erstellt das Design für Teddys, die dann in China produziert werden und in Australien in Spielzeugläden verkauft werden. Da chinesisches Handwerk um einiges billiger ist, dafür aber zeitweise an Qualität gespart wird, fielen bei der letzten Lieferung an Teddybären leider die Köpfe alle ab und so engagierte Marie zwei Vietnamesische Mädels um diese zu reparieren. Nun da wir aber in ihr Leben getreten waren, entschied sie sich uns die Arbeit zu geben und so hatten wir nochmal 5 Tage gesicherte Arbeit ! Marie wurde wie unsere Managerin. Vormittags schickte sie uns zu ihren Freundinnen zum Arbeiten und danach machten wir Teddys und manchmal machten wir auch 14 Stunden am Stück Teddys und wurden fast bekloppt! Bei ihren Freunden machten wir meistens Gartenarbeit, putzten Fenster, putzten Häuser und/oder fegten Laub zusammen. Zwei Wochen lang waren wir dann im Endeffekt bei Marie und Craig und hatten eine wunderbare Zeit! Einen Abend kamen sogar Hazel und Graham zum Abendbrot und wir sahen die beiden noch einmal. Marie und Craig hatten sie extra für uns eingeladen und wir haben uns alle sehr gefreut. Fine und ich hatten in der ganzen Zeit einmal frei und da beschlossen wir nach Cervantes zu den Pinnacles zu fahren. Das sind ganz viele verschieden große Steine, die einfach so in der Wüste stehen und keiner weiß so richtig, wie die dort hingekommen sind. Das war mal was anderes und hat uns gut gefallen :) Insgesamt haben wir in den zwei Wochen, die wir da waren über 1600 $ jeder verdient und das wäre nie möglich gewesen, wenn wir nicht so einen Engel wie Marie getroffen hätten, die uns bei sich wohnen lässt, uns jeden Tag vom Feinsten bekocht, sich jeden Tag um Arbeit für uns kümmert und das alles ohne etwas dafür zu verlangen! Zum Abschied haben wir sogar von Lyn (Freundin von Marie) ein Riesenpaket an Roadtrip-Nahrung bekommen (Instantnoodles, Kräcker, Salami, Käse, Butter, ..) und das spart uns auch wieder unheimlich viel Geld. Jetzt haben wir auch eine kleine Kühlbox um Essen zu halten!  Wir werden auf jeden Fall mit Marie in  Kontakt bleiben, genauso wie mit Hazel und Graham und sie hoffentlich in ein paar Jahren wiedersehen. Auch Daz rufen wir noch ab und zu an und freuen uns immer mit ihm mal zu quatschen :)
Marie hätte uns am Liebsten nie wieder gehen lassen. Aber meine Zeit in Australien wird knapp und so sind wir am 04.04 weiter Richtung Perth gefahren. Eigentlich war ja ein Roadtrip mit Toni  bis an die Ostküste nach Cairns, über Port Augusta, Alice Springs, Adelaide und Melbourne, geplant, doch da sie ihre Prioritäten neu geordnet hat und wir anfangs nicht mehr an erster Stelle standen, ist sie erstmal nach Queensland zu einem Kumpel geflogen und stieß heute in Adelaide zu uns dazu. So sind Fine und ich also erstmal allein bis Port Augusta gefahren und haben uns dort mit Christian, 23 Jahre alt und aus dem Saarland, getroffen. Ihn haben wir auf Gumtree.com.au gefunden und er  fuhr dann mit uns zusammen bis nach Alice Springs, denn nur zu zweit hätten wir uns das nicht leisten können (Sprit, Essen, etc) Früh stellte sich aber heraus, dass er eine totale Flachzange ist und so waren wir froh, als wir in Alice ankamen und ihn los waren. 6 Tage haben wir dorthin gebraucht und haben wunderbare Dinge gesehen und erlebt (trotz der Flachzange :p). Zuerst fuhren wir über Coober Pedy - einer Stadt, die teilweise unter der Erde gebaut ist. Das war sehr eindrucksvoll und wir haben uns sogar ein unterirdisches Haus, eine Kirche und eine Opalmiene angeguckt. Alles lief echt gut bis wir am Freitag, den 13 endlich an einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Australiens ankamen, dem Ayers Rock! Auf dem Weg dorthin sahen wir sogar wilde Kamele. Ich war selten so beeindruckt, wie von dem Anblick des Ayers Rock (Uluru). Es sah einfach aus, wie auf einer Postkarte, doch ich stand direkt davor!! Natürlich mussten wir den Uluru einmal umrunden (10,6 km) und bis dahin war auch noch alles gut, bis wir am Parkplatz ankamen und uns zuerst über den Idioten dessen Alarmanlage gerade an ist, lustig machten, bis wir feststellten, dass das unser Auto war. Ich hatte nämlich vergessen, das Licht auszustellen und deshalb teilte uns unsere Batterie mit, dass sie nun alle ist. Das wäre jedoch alles noch gar nicht so schlimm gewesen, wenn wir nicht als wir das Auto öffnen wollten, festgestellt hätten, dass der Schlüssel weg ist. Wir sind so ne Idioten!! Gott sei Dank hat Fine es dann geschafft in unser eigenes Auto einzubrechen durchs Fenster (sehr beruhigend, wenn das schon so ne „Autoexperten“ wie wir, schaffen.) Sonst hätten wir 200$bezahlen müssen um unser Auto öffnen zu lassen. Im Auto hatten wir dann noch einen Ersatzschlüssel. Sowas muss natürlich immer da passieren, wo es gerade ganz ungünstig ist! Im Outback am Uluru, weit weg von jeglicher Zivilisation! Deshalb haben wir dann auch leider den Sonnenuntergang verpasst, denn wir mussten uns ja noch eine Starterhilfe geben lassen. DIe Nacht verbrachten wir dann im Uluru Resort in einem Caravanpark. Am nächsten morgen fuhren wir dann früh los um wenigstens den Sonnenaufgang am Uluru zu sehen und der war auch wirklich sehr schön! Danach ging es zu den Olgas. Das sind auch Berge, so ähnlich wie der Uluru und auch sehr beeindruckend. Dort sind wir auch um die 5 Stunden rungewandert und haben die Natur genossen. Nachts schliefen wir immer auf 24 Stunden Rastplätzen in unserem Auto und Christian in seinem Zelt. Am nächsten Tag ging e zum King’s Canyon, einer Schlucht, in der wir insgesamt 6 Stunden geklettert und gewandert sind. Das war einfach herrlich! Nach ca 3/4 des Weges kamen wir an ein Wasserloch, was Garten Edens genannt wird und der Name kommt nicht von ungefähr. Nach einer so langen Wanderung bei über 30 Grad war das Wasserloch einfach nur göttlich! Erfrischt ging es dann also weiter und danach waren wir einfach nur total erschöpft. Wir hatten nun also alles gesehen, weswegen wir ins Outback gefahren sind und waren sehr stolz, dass alles trotz kleinerer Schwierigkeiten, sehr gut geklappt hat und uns unser Van sicher durch die Nullarbor und die Victoriawüste gebracht hatte. Am nächsten Tag ging es nach Alice Springs, wo wir Flachzange verabschiedeten und einkaufen gingen um schließlich von dort aus den Rückweg aus dem Northern Territory zurück nach South Australia antraten. Jetzt sind wir schon wieder seitdrei Tagen auf der Straße unterwegs und kamen heute in Adelaide an um dann von hier aus die Great Ocean Road  zu befahren bis nach Melbourne. 4 Wochen bleiben uns jetzt noch um bis nach Cairns zu kommen, aber das schaffen wir schon. Fine und ich verstehen uns super und wir haben und hatten eine traumhafte Zeit zusammen bisher. Ich liebe unser momentanes australisches Leben. Jeden Tag fahren wir so um die 600 km . Die Straßen scheinen endlos und strahlen ein unglaublich starkes Gefühl von Freiheit aus. Wir stehen mit dem Sonnenaufgang auf und fahren dann bis kurz vor Sonnenuntergang. Dann kochen wir uns etwas mit dem Gaskocher und wenn die Sonne untergegangen ist, gehts ins Bett. Was soll man auch sonst machen. Es gab schon Tage da lagen wir um 18 Uhr im Bett :D Aber jetzt geht es ja zurück in die Zivilisation und da wird dann bestimmt alles wieder etwas hektischer. Da kann ich mich mal schon wieder vor-einstimmen auf Berlin :)

Heute hat mein Schatz Geburtstag und in Gedanken bin ich natürlich bei ihm und feier mit ihm :) Ich liebe dich :)
Auch alles Gute an meinen Schwiegerpapa in Spee :)

xxx Die Weltenbummlerin



Ich bin eine Baeuerin ;)

Autor: Larika
13. März 2012

NEWS NEWS NEWS

Halli Hallo :)

Es gibt ganz viele Neuigkeiten zu berichten :) Aber wie immer fangen wir ganz vorne an:)  Bis vorletzten Montag waren wir also in Margaret River, bewarben uns stetig bei verschiedensten Jobmoeglichkeiten und warteten.. Doch dann die Wende: So gegen 11 Uhr vormittags rief uns ein potentieller Arbeitgeber der “Harvey Beef Factory” an und verkuendete, dass wir dort arbeiten duerften. Die einzige Bedingung war, dass wir in zwei Stunden zum Jobinterview da sein sollten. Harvey liegt aber auch so 2 Stunden Fahrt von Margaret River entfernt, also ging es sofort ins Auto, schnell zu Daz zum Verabschieden und wir fuhren los (wie praktisch, wenn man sein Hab und Gut inklusive Bett gleich mit dabei im Auto hat). Dort angekommen wurden wir zu einem kleinen, rundlichen Mann gefuehrt, dessen erste Frage war, wie wir so zu Blut stehen. Mutig wie wir sind (und aus Notwendigkeit einen Job zu haben), uebertrieben wir natuerlich masslos und erzaehlten ihm, wie wenig uns Blut stoert. Es verabredete einen Termin zwei stunden spaeter mit uns und wollte dann gucken, ob wir die Richtigen fuer den Job waeren. Zwei Stunden spaeter wurde uns gesagt, wir seien es nicht und es war nur ein Versehen, denn eigentlich brauchen sie gar keine Arbeiter. Schoenen Dank auch, dass wir so weit gefahren sind wegen euch!! Aber jetzt in Nachhinein war das wahrscheinlich ganz gut, denn schon allein von Aussen wurde mir ganz anders, als ich die Blutbeschmierten Leute in weissen Anzuegen gesehen habe und Vegetarier wollte ich deswegen auch nicht werden muessen.  Naja, natuerlich hat uns das gestoert, aber wir waren Enttaeuschungen ja gewohnt. Also schliefen wir eine Nacht in Harveys Nationalpark und bewarben uns naechsten Tag bei saemtlichen anderen Factories, eh wir dann schliesslich weiter nach Bunbury fuhren. Dort wurden wir wieder einmal in saemtlichen Jobagencis vorstellig und schliefen dann fuer 4 Naechte dort im Caravanpark. Nachdem wir auch eine Anzeige bei “Gumtree” gestellt hatten “two hard working, fast learning, motivated German girls are looking for a job” und sogar auf unserem Auto hinten nen Zettel mit demselben Text haben, haben wir per SMS mehrere “vielversprechende” Jobangebote bekommen. Doch wir entschieden uns gegen diese, denn in privaten Haushalten im String zu putzen, im Bikini Carwash zu machen und auch fremde Leute zu massieren, erschien uns eher suboptimal und das kommt auch nicht so gut im CV. :D

Nachdem es also auch nichts in Bunbury mit Arbeit wurde und wir schon echt an uns zweifelten, fuhren wir nach Perth. (Here we go again).. naja, da schliefen wir dann auf einem Parkplatz, grob gesagt, aber eigentlich ein Caravanpark, den ein ca 80-jaehriger knuffiger Opa namens John fuehrte und der schon fast was von einer grossen Familie hatte. Am Anfang waren wir etwas skeptisch, aber im Endeffekt waren die Leute echt nett und hilfsbereit. Dort schliefen wir dann bis zum letzten Montag. An dem wir gegen 17  Uhr einen Anruf von einem Joe Kennedy erhielten. Ihm gehoert eine Farm 200 km noerdlich von Perth und er sucht zwei Arbeiter um Maschinen zu putzen. Am naechste Tag sollten wir anfangen.

Und hier bin ich nun: Auf der Farm “Aardvark” irgendwo im nirgendwo und hab eine echt gute Zeit zusammen mit Fine. Wir leben hier bei Graham und Hazel. Beide so um die 60 und echt lieb. Jeden Abend kriegen wir eine warme Mahlzeit, haben kostenfreie Unterkunft und verdienen 500$ die Woche. Wir haben hier viel Spass zusammen, denn ob nun eine Maus im Klo ist, Fine beim Arbeiten die Hose reisst, nen dicker Lizzard uns im Badezimmer zu Tode erschreckt, Graham und verzweifelt fragt, ob wir vllt seinen Traktor gesehen haben, denn er kann ihn einfach nicht finden (wie kann man denn nen Traktor verlieren ?:D ), ich Traktor fahre oder Graham mit uns eine Tour ueber die gesamte Farm macht und wir das Cattle bestaunen und uns stehend auf der Ladezone des Autos hinten bei 50 kmh befinden, es ist immer was los. Jeden Morgen stehen wir also um 6 uhr auf und wandern in unsere Cottage. Da es zuviele Redback Spinnen und anderes Viehzeug hier gibt, schlafen wir naemlich im Gaestezimmer und halten uns nur tagsueber in unserer kleinen Huette auf. ab 7 uhr gehts dann los mit der Arbeit. Unsere Aufgabe besteht darin, Traktoren, Trucks und noch ganz viele andere Geraete, die schon uralt sind, wie neu aussehen zu lassen. Denn am Freitag, den 16.3 findet ein grosser Verkauf statt und bis dahin muss alles blitzeblank sein. Unser Chef ist Joe,der aber hier nicht wohnt und nur ab und zu vorbeischneit. Graham ist also quasi unser eigentlicher Supervisor. Fine und ich haben auch ne strikte Aufgabenteilung : Ich mach alles sauber, was sich ueber Augenhoehe befindet und sie darunter. Also kletter ich jeden Tag mutig auf Riesentrucks und Traktoren umher und hab wirklich viel Spass daran. Immer bewaffnet mit nem Highpressure- Wasserschlauch und einem Blower um den Staub abzuspruehen, dazu den passenden Mundschutz, Stahlkappenschuhen, Schutzbrille, einem Hut (ganz wichtig, sonst Hitzeeschock) mit Fliegennetz dran (ganz wichtig: penetrante (verzeiht meine Sprache) verkackte Fliegen, die anscheindend extrem auf Koerperoeffnungen, wie Nasen,- Ohrloecher, Mund und Augen stehen und dort sich mit vorliebe zu zehnt aufhalten) und bei mindestens gefuehlten 50 Grad machen wir uns dann ans Putzen. Aber nein, wir sind keine Putzfrauen, wir sind Cleaner :) Klingt doch auch viel besser :D Und da Graham und Hazel aus Suedafrika kommen, kriegen wir noch eine gehoerige Dosis Afrika mit dazu gereicht :) Und hier wieder ein Lob auf die Australier, denn natuerlich ueberarbeitet sich hier keiner und richtig Stess ist auch uncool, also wird alles ganz ruhig angegangen und wir wurden des oefteren darauf hingewiesen, dass wir zu schnell und zu hart arbeiten (Die Deutschen halt). Also ist um 10 Uhr erstmal Teepause, da nimmt man naemlich fuer 30 min Morningtea zu sich. Nen lecker Schwarzer Tee mit Milch, der bei mir Suchtpotential schon ueberstiegen hat (ich liiiebe ihn) und dann muss man natuerlich um 13 Uhr erstmal Mittag essen fuer ne Stunde oder vielleicht auch noch nen Schlaefchen? Und meistens ist um 16 Uhr dann auch schon Schicht im Schacht. Klingt jetzt natuerlich alles ganz easy, ist es auch, aber man sollte die 6-7 Arbeit in der strahlenden Sonne doch nicht unterschaetzen. Also nach 9uhr abends kann man uns hier vergessen und spaeter koennen wir auch gar nicht ins Bett, sonst schlafen wir auf dem weg dorthin ein. Aber wir haben trotzdem Spass und vor Allem einen Job :) Am Sonntag hatten wir sogar frei und Graham und Hazel haben uns mit in die naechst groesste stadt genommen zum Einkaufen. Auch nur 68 km weg gewesen :D Das einzige Negative hier ist der Handyempfang. Nichts. Und auch in der Stadt Moora nichts. Aber da wir hier ja nur zwei Wochen leider sind, geht das. Und Skype funktioniert ja :) Also bis Mittwoch sind wir jetzt wohl noch hier und dann hoffen wir, dass wir noch nen Job irgendwo fuer weitere zwei Wochen finden :) Und dann gehts wieder los mt dem Reisen :)

So, das wars wieder erstmal. Ich muss jetzt ins Bett. Ist naemlich schon 20.30 uhr :D

Liebe Pueppi, ich wuensche dir alles, alles Liebe zu deinem 20. Geburtstag und denke ganz fest an dich :)

Knutschies an all meine Liebsten und an meinen Liebsten. Nicht mehr lang und ich bin wieder da. Aber erstmal muss ich noch all das erleben, was ich mir vorgenommen hab :)

Die Weltenbummlerin



25. Februar 2012

Hey guys,

Wird mal wieder Zeit das Neuste zu berichten ;)
Die gute Nachricht zuerst: Wir haben irgendwie Arbeit. Und nun die Schlechte: Es ist schlecht bezahlt, wir können nur tageweise arbeiten und wenn, dann auch nur maximal 4 Stunden am Tag. Das soll nun also das großartige Fruitpicking in Margaret River sein? Jeden Morgen stehen um die 50- 70 Leute schon vor 5 Uhr vor verschlossenen Türen der Jobagency und kämpfen beinahe um einen Job. Das ließ uns natürlich vermuten, dass der Job nicht zu schlecht sein kann und dass das Geld auch stimmen muss. Aber Pustekuchen!! Die stehen alle da um an ihr 2nd year Visa zu kommen. Dafür muss man nämlich 3 monate oder 88 Tage auf einer Farm gearbeiet haben und dann darf man nochmal ein Jahr nach Australien kommen und arbeiten. Das ich das nicht machen kann, in den 6 monaten, die ich nur hier bin, erklärt sich von selbst.
Nachdem wir bereits zweimal ganz umsonst morgens bei der Agency auftauchten, bekamen wir beim dritten Mal endlich die Möglichkeit arbeiten zu gehen. Überglücklich fuhren wir dann in Kolonne über eine halbe Stunde (!) zur Winery. Aber bitte jtzt nicht denken, dass uns die Spritkosten erlassen werden oder ähnliches.. Nein.. Dort angekommen pflückten wir also erst rote Trauben zum Preis von 2,20 $ für jeden gefüllten Eimer. Pro Eimer brauch man aber auch so 15-20 min. Wir sind ja immerhin noch Anfänger. Nach 1 1/2 Stunden fuhren wir dann nochmal 20 min zu einem anderen Vineyard und pflückten dort helle Trauben zum Eimerpreis von 2,80$. WUHUUU!Und nach insgesamt vier Stunden Arbeit war unser Abenteuer Fruitpicking für diesen Tag dann auch schon wieder vorbei. Na Mann, so sparen wir natürlich richtig Geld.. Aber was anderes blieb uns ja nicht übrig, also waren wir sehr unglücklich als wir abends keine SMS von „vinepower“ erhielten und somit den nächsten Tag nicht zum Arbeiten angefordert wurden. Durch den Regen ist wohl irgendwas mit den Grapes, das man sie nicht picken kann und deswegen gab es also erst am Dienstag wieder Arbeit. Wie schön, dass aber erst Donnerstag war. Also beschlossen wir: Wir brauchen einen anderen Job! Sonst können wir weder Geld sparen, noch genug Geld verdienen um unseren Lebensunterhalt zu bezahlen. Wir beworben uns also in einem Hotel hier, was unsere Bewerbung relativ zufrieden entgegen nahm und uns somit auch wirklich Hoffnungen machte (hat sich bis heute nicht gemeldet)und dann haben wir uns noch ganz lange im Internet umgesehen, ob wir da irgendwelche Jpobannoncen bei „Gumtree“ oder ähnlichen Seiten dafür finden. Haben uns auch dort bei verschiedenen Sachen beworben, doch nichts hat uns bisher zu einem gut-bezahlten Job verholfen. An dem Tag waren wir auch noch bei Daz und er hat unser Licht repariert:) Das Fine gegen den Baum gefahren ist, war im Nachhinein echt Glück (jedenfalls in Sachen Daz), denn er hilft uns wo er kann und wir sind ganz doll dankbar, dass wir hier einen Ansprechpartner gefunden haben.
Während unserer Hartz 4 - Lebens haben wir hier natürlich auch mal den Strand in Gracetown erkundet. Sehr ruhig und relativ menschenleer und genau das, wonach Fine und mir gerade der Sinn steht. Seit unserer Zeit im Nationalpark sind wir nämlich eher Jugendlichen-scheu geworden. Haben keine Lust uns mit jemandem anzufreunden oder in großer Runde zu sitzen. Wir genießen gerade unser Einsiedlerleben, abends mit nem Tee oder nem Glas Wein einen Film auf meinem Laptop gucken (haben Filme bekommen von anderen Backpackern) und dann spätestens um 22 Uhr ins Heierbett:D Aber das ist auch mal ganz schön. Kann mir gar nicht mehr vorstellen in eine Stadt zu fahren und da zu leben, wie zum Beispiel in Melbourne. Dann muss man sich wieder zurecht machen und kann nicht, wie wir gerade einfach rumlaufen, wie ein Gammler :D Seit einem Monat war ich nicht mehr geschminkt und in einen Spiegel gucken wir auch nur selten. Aber es gefällt mir. Es macht sogar richtig Spaß sich einfach mal so von allem abzukapseln und vor sich hin zu leben. Keinen interessierts, ob die Nägel gemacht sind oder ob man einen Pickel hat, nicht mal mich. Und so ein Gefühl hatte ich das letzte mal, als noch Nappies meinen Popo schmückten und vielleicht auch noch ein paar Jahre danach, aber es ist defintiv lange her.
Kommen wir zurück zum  Wesentlichen. Am Montag waren wir dann mit Daz fischen. Das war ein traumhafter Tag. Sind um 11 Uhr bei ihm gewesen und haben noch einen warmen leckeren Kaffee getrunken und dann sind wir ihm mit unserem Van hinterher gefahren bis zu einem Punkt, wo der Van leider nicht mehr fahren konnte, weil der Sand zu tief war und da nur spezielle Autos lang können. So ein Auto besaß natürlich Daz. Er liebt es mit seinem Auto in Pfützen reinzufahren- wo man vorher nicht weiß, wie tief sie sind und über Sandböden rüberzuknallen, die einen auch feststecken lassen können. Wir saßen also bei seinem Landcruiser hinten drauf und hatten viel Spaß beim Hoch- und Runterspringen unserer Hintern auf der Ladefläche. Dann kamen wir zu einem Aussichtspunkt, wo man das ganze Meer überblicken konnte und Daz half uns, auf sein Auto oben rauf zu klettern und es als Aussichtspunkt zu nutzen. Das war wunderschön! Dann fuhren wir zu einem fast unberührten Strand. Es war zwar ziemlich windig, aber wir hatten sehr viel Spaß und den ersten Fisch fang ich :) Im Endeffekt haben wir 13 Heringe und noch einen anderen Fisch gefangen, dessen Namen ich jedoch schon wieder vergessen hab.

Um 22 Uhr abends machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause und waren noch relativ aufgedreht von unserem wunderschönen Tag, als wir wieder in dem Bereich des Handyempfangs bewegten und sahen, dass wir eine SMS von Vinepower bekommen hatten um nächsten Morgen um 5 Uhr dort zum Arbeiten anzutanzen. Nach einer kurzen Nacht standen wir dann schließlich pünktlich auf Arbeit und erlaubten es keiner Traube an ihrem Busch zu verweilen :P
Nach den paar Stunden Arbeit machten wir dann einen Mittagsschlaf und gingen schließlich auch früh ins Bett, denn wir bekamen erneut eine SMS, die uns zum Arbeiten aufrief. Solange wir nämlich keine andere Arbeit gefunden haben, werden wir natürlich weiter pflücken. Und am nächsten Morgen verdienten wir ja sogar 3,80$ pro Eimer. Hatten dafür aber auch doppelt-harte Arbeit, denn die Trauben waren nur im Hocken oder Bücken zu erreichen und das tat irgendwann schon echt weh. Aber was solls :) Schön fand ich auch, wie oft ich dachte : Gott sei Dank hab ich Abitur. Das möchte ich nicht mein ganzes Leben lang machen :D !
Nachdem wir an diesem Tag aber nur 3 Stunden arbeiten durften, sind wir dann noch an den Strand gefahren und haben uns dann abends von Daz unseren bereits fertig filetierten Fisch abgeholt und uns abends schmecken lassen.

Das war auch das letzte Mal, dass wir arbeiten durften und seitdem sind wir auf der Suche. Außerdem haben wir aber schon das erste Mal Gehalt bekommen und nun haltet euch fest: 19,81$!!! Waren ja nur einmal arbeiten in der ersten Woche und abgezogen wurden uns neben Steuern noch die ganzen Tools, wie Snips, Westen und Schutzbrille. Wow…. davon können wir uns natürlich ganz schön was leisten. Haben uns auch bei Fines alter Arbeit- einer Fabrik in Perth beworben und auf der Farm, wo Alina und Annika arbeiten, denn da weiß ich, dass sie gutes Geld verdienen. Mal gucken. Wir werden ja sehen, was sich das Schicksal so für uns überlegt hat :) Wir versuchen es jedenfalls weiter und geben nicht auf :)  Heut waren wir den ganzen Tag in der Stadt um erreichbar zu sein, falls und ein potentieller Arbeitgeber anruft, aber keiner rief an. Aber jetzt ist ja auch Wochenende, bestimmt spätestens Montag:) Immer positiv denken! Und mit damit verabschiede ich mich jetzt auch wieder, denn es ist Film-guck-Zeit :)
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Anni!

Ich denke an euch und trage all meine Lieben jeden Tag in meinem Herzen!

Und natürlich Patrick ganz besonders (mein Schatz muss sich immer einzeln erwähnt sehen, sonst ist er unglücklich :) )

Xoxo

PS. An dieser Stelle muss ich meine Eltern nochmal speziell erwähnen. Ich danke euch aus tiefstem Herzen, dass ihr mir das hier alles ermöglicht habt. Ohne euch hätte ich keines dieser Erlebnisse gehabt und niemals das Abenteuer Australien antreten können. So viele Kilometer, wie auch zwischen uns liegen, seid ihr trotzdem immer ganz nah bei mir und ich habe euch ganz doll lieb.

<3

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15. Februar 2012

Hallo, mein fleißigen Leser!
Hier sind also endlich wieder meine neuen Erlebnisse und Eindrücke, die ich mit euch teilen möchte. Viel ist passiert, vieles hat sich verändert und viel steht mir noch bevor. Aber fangen wir am Anfang an! Das letzte Mal hab ich mich mitgeteilt am Ende von Vanuatu. Mir kommt es vor, als wäre das schon ewig her. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich auf Vanuatu eine gute Zeit hatte und auch echt stolz auf meinen coolen Stempel im Reisepass bin;)
Direkt vom  Flughafen  in Brisbane aus, hat mich dann die Mutter von Reece und Joel mit zu Katie genommen. Dort traf ich auf Aileen, Alina und Annika. In den nächsten Tagen darauf ging es gleich weiter nach Byron Bay, denn Katie erlaubte uns Mädels ihr Auto zu nehmen, während sie mit ihrem Freund unterwegs war.  Also ging es zum „ 6thsexiest beach of the world“. Angekommen hatten die drei Anderen sich schon um ein Hostel gekümmert und somit planten wir gleich dort unsere Sachen abuzustellen, als wir jedoch das komplett freizügige Hostelzimmer mit Glasschiebetüren und unseren Betten genau in Sicht von allen Hostelbewohnern fanden - beschlossen wir recht schnell unsere Sachen lieber im Auto zu lassen und dort nur so wenig wie nötig im Zimmer zu verbringen.
Am ersten Abend gingen wir ins „Cheeky Monkey’s“ - ein völlig überfüllter Club, der nach „puke“ roch. Dies verließen wir dann recht schnell und beschlossen dann in unser „Zimmer“ zu gehen und etwas Schlaf nachzuholen, den wir am Abend vorher durch ein paar Fläschchen Wein und viel zu viel Quatschen auf Katie’s Terrasse versäumt hatten. Am  naechsten Tag machten wir einen Ausflug nach Nimbin. Dem Hippiedorf schlechthin in Australien, Wir haben drei Stunden für einen ein-stunden Ausflug gebraucht, da Annika die Karte -schon bevor wir losfuhren- an sich riss und dann nach 2 Stunden feststellte, dass sie keine Karten lesen kann.  Angekommen in diesem Dorf, roch es einfach überall nach Gras. Unglaublich! Jeder der da rumlief, sah komplett bekifft aus und wir stellten recht schnell fest, dass es sich für uns nicht lohnen würde dort länger als eine Stunde zu bleiben. Überall wurde man angesprochen, ob man nicht etwas nicht ganz legales kaufen wollte (wollten wir natürlich nicht!). Und in diesem hochangepriesenem  Hippie-dorf gab es auch wirklich gar nichts sonst. Ein paar Läden mit Hippiezeugs und das wars! Jedoch gab es zwei Sachen, die mich echt faszinierten: 1. In einem dieser Läden hing doch tatsächlich ein Schild auf dem draufstand: „sorry, we don’t sell any pot here“!!! Wie krass ist das denn, dass man das schon erwähnen muss ?    Und nachdem wir dann aufgegeben haben uns Nimbin anzugucken und uns jeder eine halbe Melone zum Mittag kauften und uns noch gemütlich auf eine Parkbank setzen- bevor wir wieder den Rückweg antreten wollten (diesmal riss ich dir Karte an mich) kam mein Highlight nr 2: Ein Mann etwa um die 50 lief auf uns zu und fragte uns, ob wir nicht etwas Gras, Cookies oder Magic Mushroom von ihm kaufen wollten. Ohne dass wir antworten konnten, erzählte er uns, wie gut die Cookies sind, die schmecken nämlich nach Schokolade und seine Mutter macht die immer. Nun stelle ich mir vor, wie eine mindestens 70 Jahre alte Frau mit Schürze und dem Aussehen einer lieben Omi immer fleißig kleine Schokoladen-Weed-Kekse macht. Alles klar :D Das gibt es dann wohl hoffentlich nur in Nimbin.
Zurück in Byron angekommen sind wir abends noch in einen Pub gegangen, aber auch dort hielten wir uns aus Kostengründen nicht zu lange auf. Am nächsten Tag sollte es dann auch schon wieder zurückgehen. Jedoch nicht ohne dass wir uns den „sexiest beach“ ansahen. Also sind wir dann noch für ein paar Stunden dort hingegangen und dann Nachmittags schließlich zurück nach Brisbane gefahren.

Einen Tag bevor meine große Reise nach Bali losging, war Australian Day. Also am 26.1. Dafür fuhren wir zu viert dann noch ein letztes Mal in die City Brisbanes und feierten in der Down Under Bar. Am nächsten Morgen bin ich dann relativ verkatert in meinen Zug zum Airport eingestiegen und war dann um 14 Uhr balinesischer Zeit dort. Etwas verwundert sah mich der kleiner Asiate bei der Visumsausstellung an, nachdem er mich fragte, was ich hier so allein mache und ich ihm antwortete, dass ich Urlaub mache, aber noch nicht weiß wo, meine Freunde stehen nämlich draußen und haben das alles organisiert. Er versicherte sich nochmal indem er mich fragte, was wäre, wenn meine Freunde jetzt da nicht stehen würden und ich meinte, dass wäre blöd, dann weiß ich auch noch nicht. Schließlich sah er mich lachend an und verkündete, ich sei verrückt. Na toll, dachte ich mir, als er mir meinen Pass überreichte, aber das machte mir trotzdem nichts, denn ich freute mich ja mal wieder über meinen neuen Stempel im Pass.
Doch natürlich standen Toni und Fine draußen und kamen mir freudestrahlend entgegen gerannt. Toni und ich haben natürlich gleich geheult, aber so sind Mädchen halt:) Wir haben uns dann gleich ein Taxi genommen und sind nach Kuta gefahren. Dabei kamen wir gar nicht aus dem Erzählen raus, denn nach 6 monatigem versäumten Quatschen, gibt es einiges, was man sich zu erzählen hat. InKuta fanden wir auch relativ schnell ein Hotel, in das wir einzogen. Von da an hieß es nur noch Essen gehen (!), Massage und Shopping. Es war alles so preiswert, das war unglaublich. Ein richtiger Kulturschock, vor allem, wenn man mittlerweile die teuren australischen Preise gewöhnt war. Waren also jeden Tag dreimal essen und jedes Mal hat so mit Vorspreise und Nachspeise 3$ gekostet, wenn überhaupt. Ganzkörpermassage, Pediküre, Maniküre und Gesichtsbehandlung für 17$ !! Das war wie im Schlaraffenland. Und Millionör war man auch noch. Denn 100 $ = ca 80 € = 1.000.000 rp (Rupiah) :)Und wenn man in einem Laden mit einem 100 000 rp-Schein, also mit ungefähr 10 $ bezahlen wollte, hieß es gleich, uuufff, hast du es nicht kleiner?! Denn das war der höchste Schein und echt viel Geld für Balinesen. Das war echt ein Erlebnis. Natürlich haben wir uns auch viel von Bali angeguckt und waren auch ein,zweimal Teilnehmer im Kutas Nachtleben. An einem Tag waren wir zum Beispiel in Ubud und dort haben wir uns den Monkey Forest angeguckt. Das war echt zuckersüß. Kleine Babyäffchen und Große, die einem auf die Schulter und auf den Kopf springen und versuchen alles zu klauen, was nicht niet- und nagelfest ist. Toni wurde ein Opfer dieser Affen, denn ihre Wasserflasche wurde entrissen. Das war aber trotzdem echt schön und danach haben wir uns noch ein paar Stunden Ubud angeguckt und waren auch in einem kleinen einhemischen Restaurant essen. Das war yammi :) Einen anderen Tag waren wir in Denpasar, dort gefiel es uns aber nicht so, weil es echt gestunken hat und wir sind ganz schnell wieder zurück nach Kuta gefahren. Und unser letzter und größter Ausflug war eine Nature & Culture Tour durch die wir ganz viele Tempel, einen Barong Dance und einen wunderschönen Wasserfall gesehen haben. Das war echt schön, aber auch anstrengend. Doch irgendwann waren auch die schönen Tage auf Bali vorüber und der Flug nach Perth stand an. Dort wurden wir von zwei Kumpels von Toni und Fine mit ihrem Van abgeholt und nach Fremantle ins Hostel gefahren. Die Leute in diesem Hostel sagten mir alle nicht so zu, erinnerten mich alle ein wenig an Nimbin und deshalb war ich froh, dass ich mit Fine nach der ersten Nacht, in der wir uns heimlich ein Bett teilten, die Nächte im Auto verbrachte und wir uns so auch sehr viel Geld sparten. Am Tag waren wir dann immer im Hostel zum Duschen, Kochen und Waschen und nachts sind wir auf einen einsamen Parkplatz gefahren, damit uns niemand beim Campen erwischt, denn das wird in Australien mit 100$ Strafe geahndet an Plätzen, wo das nicht erlaubt ist. Fast überall wo es erlaubt ist, zahlt man jedoch reichlich und das ist auch doof. Also blieben wir bei unserer illegalen Variante. Relativ schnell beschlossen wir aber die Gemeinschaft der Leute im Hostel so weit, wie möglich zu meiden und so gingen wir dann auch zum Duschen nicht mehr dort hin, sondern fuhren an den South Beach, wo es öffentliche Duschen und Toiletten gab. Ein paar Mal sind wir dann nach Perth CBD gefahren auf der Suche nach einem Job. Doch die Leute der Jobagencies konnten uns nicht weiterhelfen und rieten uns nur einfach loszufahren und dort nach Arbeit zu fragen, wo Leute arbeiteten auf Feldern. Natürlich hat mir Fine auch noch ein bisschen Perth gezeigt und wir waren auch am Strand und haben uns die sonne auf den Bauch scheinen lassen, wenn wir gerade eh nicht in die Jobagency konnten. Einen abend waren wir im  Cicerillos und haben einen Seafoodplate gegessen, das war lecker! Langsam werde ich richtig Fan von FishnChips und all den englischen Sache, dass ich bekennender Baked Beans- Fan geworden bin, ist daher selbstverständlich. Und an einem anderen Abend machten Fine und ich einen Deal. Sie kommt mit mir mit in einen Unterwasserkäfig um Haie zu beobachten, wenn ich mit ihr die Torchlighttour im Fremantle Prison mache. Diese Tour fand natürlich nachts statt, was also bedeutet, dass wir nachts in einem Gefängnis mit einer Taschenlampe bewaffnet eine Gruseltour machen. Nichts für Papas Tochter, nein nein nein.. Aber so war der Deal, also machten wir uns nachts auf und nach ein paar Gruselmomenten und 90 minuten später überlebten wir die Tour und es war gar nicht so schlimm, wie zuvor vermutet.  Am Samstag den 11.2 machten wir uns dann auf den Weg nach Margaret River. Und da sitze ich nun. Im Van, ungeduscht und fern der Heimat. Das Auto voll gepackt mit Dosenspaghetti, Instantnudeln und anderem Dosenkram. Heute ist Mittwoch und ich weiß nicht wann ich das hier alles veröffetnlichen kann, denn wir schlafen momentan in einem Nationalpark, der es unseren technischen Geräten nur schlecht ermöglicht, Empfang zu haben. Mittlerweile fühle auch ich mich, wie ein Hippie, natürlich ohne das Gras. Wir trinken kalten Instantkaffee und sitzen abends bei Kerzenlicht neben dem Van und meist gehen wir relativ früh ins Bett, denn wenn die Sonne untergegangen ist, ist es so dunkel, dass man nichts ausser schlafen machen kann. Etwa 100 m von unserem neuen Zuhause ist eine kleine Toilettenkabine- ein Plumsklo. Ich bervorzuge den Busch. Aber das ist echt faszinierend, wie schnell man sich an das hier gewöhnt. Mir gefällts:) Duschen iund Strom gibt es hier nicht, aber alle drei Tage organisieren wir uns irgendwo sowas. Wenn wir erstmal einen Job haben, ziehen wir auf einen Campingplatz, der kostet dann so 35 $ für uns beide zusammen und hat Strom und Duschen. Aber im Moment wollen wir uns so das Geld sparen und bezahlen hier im Nationalpark nur einmal 7$ pro Person und können sooft hier schlafen, wie wir wollen. Unser Plan war, hier in Margaret River anzukommen und gleich mit dem Fruitpicking loszulegen um das Geld zu verdienen, dass wir dann danach zum Reisen brauchen. Toni ist in fremantle geblieben, weil sie sich noch nicht ganz von der Stadt dort trennen konnte. Also sind Fine und ich hier jetzt allein und auf der Suche nach Arbeit. Als wir am Sonnatgmorgen hier losfuhren um in den Jobagencies und Winderys hier nach Arbeit zu fragen, wies uns das Schicksal aber einen anderen Weg. Auf dem Weg raus aus dem Nationalpark wollte ich eben diesen auf der Landkarte finden und fragte Fine, wo er sich befindet. Sie fuhr gerade ungefähr 20 km/h und wollte mir dabei die richtige Richtung zeigen. Das nächste was passierte, war ein lauter Schrei „ Oh scheiße“ und ein lauter Knall. Sie hatte sich zu sehr auf die Karte konzentriert und nicht mehr auf die Straße geachtete, so dass wir von der Straße abkamen und als sie das Lenkrad verriss um wieder auf die Straße zu kommen, knallte ein Ast direkt auf die Frontscheibe vor ihrem Gesicht und zertrümmerte die Scheibe. Gott sei Dank aber hielt die Scheibe dem Ast stand und zerfiel nicht, sonst hätte das für Fine böse enden können. Ich sprang sofort aus dem Auto aus um mir den Schaden anzusehen. Eine riesenbeule über der Frontscheibe und die zertrümmerte Scheibe waren aber die einzigen Schäden. Zum Glück! Natürlich konnten wir so keine weiten Strecken mehr fahren und es war Sonntag, also wo sollten wir einen Handwerker herkriegen, der das wieder heile macht ? Erstmal fuhren wir dann ganz vorsichtig zur Tankstelle und zu vermeiden, dass uns die ganze Scheibe dann noch entgegenkommt. Dort fragten wir, wo es einen Mechanic gibt, der unseren Schaden so billig wie möglich repariert. Der junge Tankstellenwart verwies uns auf seinen Chef, und dieser war der Retter in unserer Not. Er heißt Daz und ist wirklich ein total lieber Mann, kann man jetzt sagen. Daz erzählte uns, dass er ein „backyard mechanic“ sei, also quasi privat kleiner Schäden repariert und dadurch dann etwas Geld nebenbei verdient. Er würde unserer Beule oben so gut, wie möglich heile machen und dann den Windscreen-Mann zu sich in den Garten rufen und der könnte dann die Scheibe gleich vor Ort austauschen. Natürlich war uns das alles erst etwas komisch, zu ihm nach Hause und so, aber eine andere Möglichkeit blieb uns nicht und als dann auch noch seine Frau in die Tankstelle ihn besuchen kam, dachten wir, dass es okay sei. Am nächsten Tag folten wir dann seiner Beschreibung zu ihm nach Hause (übrigens ist er ein kleiner Mann, so Ende 40, der aber einen total netten Eindruck macht). Es muss lustig ausgesehen haben, wie wirzu ihm kamen. Denn natürlich hatten wir total Angst, dass die Scheibe uns ins Gesicht fällt und deshalb trugen wir beide Sonnenbrille und hatten noch zum Schutz Jacken über unsere Beine gelegt. Da Fine aber wollte, dass ich fahre, weil sie noch ein wenig verängstigt war, kann man sich meine Gedanken als Fahrer, vielleicht vorstellen. Vor mir eine schön gesplitterte Scheibe, die bei jeder Bodenunebenheit knackte und mir die Sicht stark einschränkte und in mir ein rasendes Herz und viel zu viele Gedanken, was alles passieren könnte. Achso und dabei ist noch zu bemerken, dass wir, wenn die Polizei uns so erwischen würde auch eine Menge Ärger am Hals hätten, weil unser 20jahre alter Van dann wahrscheinlich ein „yellow ticket“ bekommen würde, was da bedeutet, dass er einmal komplett durchgecheckt werden muss und für gut befunden werden muss und das is wohl eher unmäglich, dass er dann nochmal auf die Straße darf. Aber gut, hat alles geklappt und wir kamen heil bei Daz an. Er fing dann gleich an das Auto wieder schick zu machen und wir bekamen nen heißen (!) Kaffee und genossen den Tag bei ihm auf der Terrasse.Abends haben wir dann noch etwas Fernsehen mit Daz und seiner Frau Deb geguckt und und uns auch gut mit ihnen unterhalten. Daz erzählte uns dass er leidenschaftlicher Angler ist und dass er mit uns auch gern mal angeln gehen würde um uns zu zeigen, wie einfach es hier in Australien ist, eine richtige Mahlzeit zu bekommen ohne dafür bezahlen zu müssen. Das kommt und mit unserem Dosenfutter natürlich gerade recht. Deshalb haben wir uns jetzt für Montagabend mit ihm zum Angeln verabredet. Der Windscreen-Mann konnte leider erst nächsten Tag und da die Scheibe schon raus war, durften wir dann im Wohnwagen von Daz und seiner Frau schlafen und hatten da Strom und konnten am nächsten Morgen nach einem leckeren Frühstück auch endlich nach 3 Tagen wieder, duschen gehen :)  Als das Auto dann wieder komplett heile war, fuhren wir gleich los in die Jobagencies nach Margaret River. Überall bekamen wir nur Absagen und dann beschlossen wir kurzerhand zu all den Winerys hier zu fahren und einfach mal selbst zu fragen. 3 Stunden und viele Winerys später hatten wir immernoch nichts. Bis auf einmal das Telefon klingelte und Daz uns glücklich mitteilte, er habe einen Job für uns, wir sollen doch mal in die Tankstelle kommen. Das machten wir auch sofort und jetzt versteht man denke ich auch, was das für ein herzensguter Mensch ist. Den ganzen Tag hatte er sich umgehört nach Leuten, die noch Leute zum  Fruitpicking suchen und dann schließlich auch einen gefunden. Das war der Chef von einer der Jobagencies, in der wir nach Arbeit fragten und nur einen Korb bekamen. Er versicherte Daz, dass er noch Leute brauche und kam ihm seine Karte. Daz machte auch gute Werbung für uns. Als wir dann jedoch in die Agency zurück gingen, sagte man uns, dass der chef nicht da sei und nach ihrem Wissen keine freien Stellen vorhanden seien. Verwirrt wiesen wir auf die Visitenkarte des Chefs und seine Aussagen, doch die „freundlichen“ Mitarbeiterinnen  bestanden auf ihre vorherige Aussage. Also liefen wir enttäuscht zurück zu Daz und der meinte, wir sollen den Chef doch einfach später nochmal persönlich anrufen. Ds hätten wir auch gemacht, wenn wir nicht vorher eine SMS von einer anderen Jobagency bekommen hätten, die uns für heute morgen um 5.40 Uhr zum Arbeiten bestellte. Total glücklich endlich einen Job zu haben, kauften wir uns gleich einen Arbeitshut und Daz schenkte uns auch noch zwei paar Handschuhe. Das läuft dann so, dass man morgens in die Agency vor Sonnenaufgang fährt, in Teams eingeteilt wird und dann los zur Winery fährt um dann püntklich um Sonnenaufgang anfängt zu pflücken. Also standen wir heute morgen um 4.30 Uhr auf und fuhren mit gepacktem Rucksack und kleinem Fresstäschchen für die Mittagspause los. Dort angekommen, sahen wir uns eingeteilt in Team 6 und waren überglücklich. Doch dann der Wandel: Für Neuankömmlinge hatte sie leider keine Werkzeuge mehr um die Grapes vom Stängel zu lösen und so schnell, wie wir den Job hatten, wurden wir von der Liste mit einem „Sorry“ gestrichen und unsere Namen wurden durch andere ersetzt. Ich war fast den Tränen nah. Aber uns wurde versichert, dass sie morgen genug Werkzeuge haben und wir auf jeden Fall heute wieder eine SMS bekommen würden um dann morgen wieder da zu erscheinen. Also fuhren wir den langen Weg von ca 30 km wieder zurück in den Nationalpark, aßen zum Mittag unser Fresspaket und sind relativ deprimiert. Aber morgen wird es bestimmt was. Das hoffen wir ganz fest! Und dann haben wir Arbeit und verdienen genug Geld um die Zeit danach zu finazieren. Also „Don’t worry, be happy“ und weiter gehts im Einklang mit der Natur, umzingelt von ganz vielen wilden Kangurus, die hier im „Leeuwin Nationaliste Nationalpark“ leben. Also her mit dem Gaskocher und den Dosenspaghetti!

xoxo



Vanuatu

Autor: Larika
17. Januar 2012

Und schon wieder sind viele Tage vergangen und mein Vanuatu-trip neigt sich dem Ende zu. Morgen geht es schon wieder nach Brisbane. Es wird also Zeit mein Resumeé zu fassen:)

Ich hatte eine großartige Zeit hier. In den ersten Tage waren wir in einem “SchildkrötenZoo”- Turtle Bay :) Das war wunderbar. Ich hatte kleine Babyschildkröten in der Hand und auch etwa größere und die Aussicht dort auf das Meer war genial. Ich glaub, mein ighlight dieses Tages war, als Danielle ein Foto von mir mit einer etwa handgroßen Schildkröte machen wollte und dieses Mistvieh mich im Moment des Fotografierens in den Finger biss. Ein sehr lustiges Foto ist das :D Auch wenn es natürlich nicht zu doll weh tat, werde ich bei diesem Foto wohl zukünftig auch immer lächeln müssen. Aber beginnen wir am Anfang :)

Die letzten zwei Tage vor Vanuatu haben wir einmal bei Danielles Eltern geschlafen (sehr nette Leute und total gutes Essen- typisch Omis und Opis halt :) ), dort habe ich einen Ausflug mit der Oma und den Jungs gemacht, weil sie mir die Stadt gezeigt hat. Redcliffe ist ein sehr schöner Ort und ich kann verstehen, warum man da alt werden will. Viele Aussichtspunkte, wunderschöne Flora und Fauna, Frieden und Ruhe. Nichts für mich auf Dauer, aber so zum Anschauen war es sehr schön. Waren bestimmt 3 Stunden unterwegs und was ich auch sehr interessant fand, waren die “Cotton trees”- Baumwoll-Bäume. Die sind so ineinander verankert, dass die Kinder darauf rumklettern können und einem Spinnennetz ähneln. Amazing! Ansonsten sind die Eltern wirklich ganz liebe Menschen, soweit ich das einschätzen kann und ich hatte eine gute Zeit dort.

Am nächsten Tag schliefen wir bei Roos Bruder. Cooler Typ, genau wie Roo. So stelle ich mir die Neuseeländer vor. Beide etwas “rau”, aber lustig und freundlich. Dort war es etwas langweilig, denn da war nichts los. Abends kam dann noch die ehemalige deutsche AuPair von Danielle und Roo dazu, denn sie flog am nächsten morgen zur gleichen Zeit wie wir, nach einem 1jährigen Aufenthalt in Australien, zurück nach Deutschland und hatte noch Sachen bei Danielle gelassen, die sie somit abholte. Komische Eule. Naja, man kann ja nicht jeden mögen :p

Und am nächsten Morgen ging es dann mit 4 Kindern,9 Koffern, 1 deutschen AuPair und 2 genervten Eltern zum Flughafen. An dieser Stelle vielen Dank an meinen Schutzengel, denn der setzte mich 20 Plätze hinter dem Rest der Meute auf drei Sitze gleichzeitig und ließ mich somit den ganzen Flug schlafen :) Angekommen in Vanuatu ging es dann mit einem Shuttle in unser Beachappartement und wenn ich nicht so verwöhnt wäre, dann wäre ich bei diesem Appartement echt ins Staunen gekommen, aber hey, es sieht einfach mal so aus, wie in allen anderen Urlauben, die ich mit meiner Familie so gemacht habe, nämlich toll:) Dafür war die Aussicht vom Appartement traumhaft. Direkter Meerblick und .. ach einfach unbeschreiblich. Hängematte vorm Haus, mit aussicht aufs Meer. Pool direkt daneben und ja, so hatte ich mir das vorgestellt :)

Außer unserem Schildkröten-ausflug waren wir auch zwei mal schnorcheln auf “Hideaway- Island”. Leider schon von Touristen überlaufen und die Begierde meines Taucherherzens nach bunten Fischchen und einer traumhaften Unterwasserwelt konnte leider nicht befriedigt werden. Das hole ich dann am Great Barrier Reef nach :) Dafür habe ich Nemo gesehen. Und der ist nach einem tollen Taucherlebnis auf Ägypten mit meinem Buddy/ Paps mein absolutes “Wenn-ich-tauchen-gehe-muss-ich-nen-nemo-sehen-muss”. Also immerhin:) und nach unsrerem Schnorchelerlebnis haben wir am Strand dinniert und ich hab nen leckeren Burger und 1,2 Cocktails verdrück:) Abgesehen davon war übrigens die Aussicht und der Sonnenuntergang wunderschön.

Wenn wir aber nicht gerade Schildkröten gestreichelt, Fische angeschaut und Cocktails geschlürft haben, dann war mir vor allem heute und gestern etwas langweilig. Um 8 Uhr stand ich auf und dann war erstmal Haushalt angesagt, danach die Kinder im Pool bewachen (Geräuschpegel wie Sirenen eines Polizeiwagens genau neben einem) und dann gabs schon Essen für die Monster, wieder in den Pool, Essen, Aua Aua, AAAAAHHH, und dann war wieder Aufräumen angesagt und irgendwann war der Tag dann auch vorbei und ich bin so gehgen 21 Uhr ins Heierbett gegangen- jeden Tag ! :D Naja, bin sehr braun geworden und hatte ne schöne Zeit, aber jetzt reichts mir auch :) Es war nicht so anstrengend wie gedacht und ich habe mich gut mit allen verstande. Hätte mir nur gewünscht mehr von Vanuatu zu sehen und mehr zu erleben. Vielleicht hole ich das ja noch irgendwann mal nach :)

Morgen gehts dann wieder nach “Hause” und ich verabschiede mich von den Jungs mit 1 3/4 lachenden und nem viertel  weinenden Augen. Hatte insgesamt doch ne schöne Zeit mit denen und vielleicht werde ich sie auch etwas vermissen, aber ich hab die Schnauze auch gestrichen voll von den Jungs und Kämpfen und Schreien, also freu ich mich hier wegzukommen. Trotzdem muss ich auch sagen: Tschüß Steaks, Tschüß kostnloses Essen und Trinken, Tschüß Luxus, Backpackerleben ich gehöre schon fast wieder dir.

Ich muss noch etwas zu meinem Kinderwunsch sagen. Die Eltern hatten mir hier schon fast eingeredet, dass alle Kinder so schlimm sind, wie die Monster. Weit weg war jegliche Erinnerung an mein artiges Brüderchen und in meinem Kopf verankerte sich das Bild von furchtbaren Kindern, doch dann… war ich vorhin am Pool mit den Monstern und genau neben ihnen, stand im Wasser ein chinesisches Mädchen mit ihrem kleinen Bruder und ner größeren Schwetser und sie spielten friedlich miteinander. Liebevoll und freundlich. Das hat mir so richtig die Augen geöffnet, wie es sein kann. Vergessen waren die furchtbaren ungs und aufeinmal sh ich wieder mein artiges Brüderchen, friedlich spielend und nicht schreiend. Und jetzt bin ich glaube ich wieder geheilt. Ich weiß jetzt wieder, dass nicht alle Kinder so sind :)

Wenn ich morgen nach Hause komme, warten schon die nächsten zwei Abenteuer auf mich. Nummer 1: Byron Bay. Dort fahre ich mit Aileen, Annika und Alina (Annikas Freundin) für zwei Tage hin um ne gute Zeit zu haben und vielleicht auch mal feiern zu gehen. Katie fährt uns hin und dann wohnen wir im Hostel. Das wird bestimmt toll, vielleicht vergleichbar mit Surfer’s Paradise :) Und dann wohne ich bis zum 26. bei Katie und werde dann dort abends in ein Hostel in der City ziehen, damit ich den nächsten morgen nicht so einen weiten Weg zum  Flughafen habe. Denn dann gehts nach BALI :) Bis zum 5.2 mit meiner Toni und Fine :) Darauf freue ich mich auch schon sehr.

Und ansonsten wurde mein Alltag hier auch immer aufgehellt durch meinen Schatz zuhause, der mir fleißig bei Whats App geschrieben hat:)

So, meine Lieben. Akku ist leer. Nächstes mal noch etwas zu Danielles Einstellung ihren Kindern gegenüber:)

xoxo



2. Januar 2012

Happy New Year !! :)

Hoffe, ihr seid  alle gut reingerutscht und habt das neue Jahr gebührend gefeiert :) Habe an euch alle gedacht !

Mein Silvester war auch wirklich sehr schön, erlebnisreich, aufregend und lustig:) Sind um 17 Uhr nach Sydney geflogen und haben uns dann dort - nachdem wir unsere Haare bereits schon zu Hause gestylt hatten- auf der Flughafentoilette geschminkt und umgezogen. Unsere Sachen, die wir nicht brauchten, gaben wir dann relativ kostengünstig am  Flughafen ab und machten uns auf den Weg zum Circular Quay mit der Bahn. Erwähnen sollte man an dieser Stelle, dass wir bereits zu diesem Zeitpunkt um die 60$ allein für die Bus- und Bahntickets los waren, aber das war ja erst der Anfang. Angekommen in der City Sydneys wollten wir uns nicht, wie alle anderen, an lange Schlangen anstellen um möglichst beste Sicht auf das Feuerwerk, was bereits in 2 1/2 h stattfinden sollt, zu erhaschen. Nein, wir setzten unser Priorität erstmal auf ein alkoholisches Getränk, denn was ist Silvester schon ohne etwas zum Anstoßen? Also fanden wir schließlich eine Bar, vielleicht auch eher Kneipe, die uns geeignet erschien, einen Drink dort zu nehmen. Denn alle Bottle Shops (einzige Möglichkeit sonst Alkohol zu kaufen) waren leider geschlossen. 2,3 Drinks später marschierten wir dann etwas lustiger als zuvor, zu einem Punkt, von dem aus auch wir etwas von dem Feuerwerk erkennen konnten. Tausende Menschen überall begrüßten schreiend vor Euphorie das neue Jahr und die Atmosphäre war einfach klasse. In diesem Augenblick merkte ich spätestens, dass es sich gelohnt hatte, nach Sydney zu fliegen, auch wenn es nur für eine Nacht war. So gingen wir dann in einen Club, in dem der Eintritt nur (!) 65$ kostete. Nur, ist an dieser Stelle richtig eingesetzt, denn der Durchschnitteintrittspreis lag bei 200 $. In Deutschland würde ich niemals soviel Geld für den Eintritt in einen Club bezahlen, aber was tut man nicht alles. So falsch lagen wir denn schließlich mit unserer Sparmaßnahme auch nicht, denn die Musik war echt gut und der Club ansonsten auch. Trafen dann dort noch eine bayrische Backpackerin namens Maria mit der wir den weiteren Abend auch verbrachten und Annika (Aileens Freundin) kam auch noch dazu. Also feierten wir die Nacht durch zu viert und hatten echt eine tolle Zeit zusammen. Nachdem wir bereits so viel ausgegeben hatten, stellte sich nur noch eine Frage: Wie sollen wir denn nur unsere Drinks jetzt bezahlen? 20 $war so der Durchschnitt für einen Longdrink und irgenwas muss man ja trinken. Also beschlossen wir Bier zu trinken (!), und meine Freunde zu Hause wissen, wie sehr ich Bier mag : Gar nicht ! Aber das war an diesem Abend egal, denn hauptsache irgendwas und so schlecht war es auch gar nicht, muss ich zugeben :D Um 4 oder 5 Uhr sind wir dann schließlich nicht mehr in Feierlaune, sondern nur noch hungrig gewesen und stürzten uns auf McDonalds, wo wir dann alle genüsslich frühstückten. Ich liebe Mc’s Frühstück und da ich weder etwas zum Mittag noch zum Abendbrot -außer ein kleines Baguette am Flughafen- am Vortag zu mir genommen hatte, tat das auch besonders gut. Nachdem uns die beiden Mädels dann verabschiedet hatten, setzten Aileen und ich uns noch völlig geschafft von der ganzen Feierei ans Wasser auf eine Bank, wo wir das Opera House und die Harbour Bridge sehen konnten. Das war eine traumhafte Aussicht. Die Sonne ging gerade auf und es war einfach nur wunderschön. Um 7 Uhr waren wir dann endlich am Flughafen und schliefen - wie die Assis- auf dem Boden am Fenster, Hände fest geklammert um unser Hab und Gut. Dann kurz bvevor auch ihr in Deutschland Silvester feiern durftet, rief ich meinen Freund an und feierte quasi mit ihm ins neue Jahr übers Telefon rein :) Nur leider hat das mit dem Telefonieren danach nicht mehr so geklappt, denn als ich meine Eltern anrufen wollte, ging gar nichts mehr..

Eine Stunde verspätet ging dann unser Flug auf dem wir uns beide beim Schlafen nur gegenseitig vollsabberten und ansonsten nichts mehr mitbekamen :D Noch 2 h mit Bus und Bahn und dann waren wir endlich um 15 Uhr zu Hause. Halbtot natürlich, aber das is nach über 32 h ohne Schlaf ja zu erwarten. Zusammenfassend kann ich sagen, dass sich die Investition Sydney wirklich gelohnt hat und wir eine traumhafte Nacht hatten. Auchwenn ich meine Liebsten zu Hause wie immer sehr vermisst habe.. ihr wart ja alle bei mir und habt mit mir die Fetzen auf der Tanzfläche fliegen lassen :) Wir schliefen dann von 15- 1 Uhr nachts, aßen dann schnell ne Kleinigkeit und dann schliefen wir nochmal von 2- 11 Uhr :D Hab mich gefühlt, wie mein Iphone beim Akku aufladen : 1% verbleibend, 10…, 50.., ich glaube ich bin bis 80 % gekommen, den Rest mach ich heute Nacht :D

Ich denke an euch :)

Ganz viele Kussis und Umarmungen <3 Spezielle Küsse und Grüße an meine Familie und an meinen Schatz :)

Die Rike

http://www.youtube.com/watch?v=HQx31ATYj5Y&feature=youtu.be



27. Dezember 2011

Hallo, meine Lieben!

Nun kann ich also auch ein check hinter “Weihnachten” auf meiner To do- Liste in Australien machen. Es ist geschafft! Das erste Weihnachten ohne meine Familie und ich habe es überlebt :) Glücklicherweise gibt es für solche Fälle ja auch lebensnotwendige Dinge, wie Skype oder Telefon. So konnte ich zum Beispiel meinen Bruder beim Treffen auf den Weihnachtsmann sehen, sein Gedicht hören, das er dem Weihnachtsmann aufsagte, meinen Freund zu Weihnachten sehen, seiner Familie ein frohes Fest wünschen oder mit meiner Mama quatschen, als wäre ich nur etwas von ihr entfernt. Die Kommunikationsmöglichkeiten heute sind auch wirklich traumhaft. Es ist doch unvorstellbar, dass ich ganz normal mit meiner Familie über meinen Laptop sprechen kann und sie auch sehe, obwohl ich mich momentan auf der anderen Seite der Welt befinde !

Wie dem auch sei, das war genug Lob auf die technischen Fortschritte, kommen wir nun zu meinen Erlebnissen :)

Ja, am Freitag, den 23.12 bin ich nachmittags von Roo zur Fährstation gefahren worden, traf dann dort die anderen und dann nahmen wir die Fähre nach Stradbroke Island. Unser Handyempfang setzte bereits beim Einsteigen in die Fähre aus un so hatte ich große Angst, das auch mein Internetstick auf Straddie keinen Empfang hat und ich nicht mit meinen Liebsten zu Weihnachten reden kann, doch dem war glücklicherweise nicht so. Wir waren übrigens doch zu viert im Strandhaus, denn es stellte sich heraus, dass Aileen noch eine Freundin eingeladen hatte und Sandro, der Rotschopf vom Anfang. Waren eine ganz lustige Truppe, obwohl Sandros Anwesenheit meinen Freund wohl etwas verärgerte. Naja, irgendwie ja auch verständlich, aber unnötig :)

Das Haus war der Knaller. Ich dachte, mich trifft der Schlag, als wir es betraten. Der Ausblick war wunderschön und wir sahen von der Terrasse aus das Meer. Wirklich “gorgeous”! Nachdem wir dann alles in dem Haus erkundet hatten, gingen wir zum Strand, denn der war nur 5 Gehminuten entfernt. Haben dann erstmal ein paar Poser-bilder mit Weihnachtsmützen und Bikini gemacht, denn das hatten wir uns ja fest vorgenommen. Trotzdem es leicht bewölkt war, war es wunderschö. Abends haben wir dann noch etwas auf der Terrasse gesessen und sind relativ früh ins Bett gegangen. Katie empfahl uns, in den Pub um die Ecke zu gehen, aber das haben wir die ganzen Tage nicht hinbekommen aufgrund Faulheit :D Gestern war dann den ersten und letzten Tag purer Sonnenschein und den haben wir gleich so genutzt, dass mir heute alles weh tut, meine Po auch vom weiten im Dunkeln rot leuchtet und ich von allen nur mitleidige Blicke bekomme :D Ja, ich bin verbrannt und das tut weh, aber hey, wenigstens werd ich jetzt endlich mal braun! Ich will definitiv nicht nach Hause kommen und von allen gefragt werden, warum ich noch so blass bin, wenn ich ein halbes Jahr in Australien war! Ich will richtig braun sein :D

Mein Highlight zu Weihnachten neben dem wunderschönen Standhaus, dem Kontakt mit meiner Familie und meiner sonnengeküssten Haut, war der Erhalt meiner Paeckchen, die ich von meinem Papa und von den Großeltern meines Freundes bekommen habe! Papas war gefüllt mit Zigaretten, Schokolade und Haarpflegeprodukten, die ich hier wirklich dringend brauche, mir aber nicht leisten kann und mit Haarfarbe, die ich noch viel dringender brauche, da ich momentan schlimmer aussehe, als jemals zuvor. Vielen Dank daher an Paps und Mayana :) Und das von Patricks Großeltern beinhaltete auch Zigaretten, Schoki und eine total süße Weihnachtsmannkerze, die wir abends dann gleich benutzten. Vielen Dank auch dafür :)

Ansonsten gibt es nicht wirklich viel neues. Mir geht es immer noch gut und ich genieße die Zeit hier:) Aber in Gedanken bin ich bei meinen Liebsten zu Hause :)

So, das wars für heute !

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xoxo



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