RIKE ON TOUR

Hey :) Mein Name ist Rike und ich bin 20 Jahre alt :) Durch diese Seite möchte ich all meine Lieben auf dem neusten Stand halten & auch für mich selber eine Erinnerung an mein erstes wirklich großes Abenteuer schaffen. Enjoy ;)

Eine Prinzessin lernt das Nötigste zu schätzen


Hallo, mein fleißigen Leser!
Hier sind also endlich wieder meine neuen Erlebnisse und Eindrücke, die ich mit euch teilen möchte. Viel ist passiert, vieles hat sich verändert und viel steht mir noch bevor. Aber fangen wir am Anfang an! Das letzte Mal hab ich mich mitgeteilt am Ende von Vanuatu. Mir kommt es vor, als wäre das schon ewig her. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich auf Vanuatu eine gute Zeit hatte und auch echt stolz auf meinen coolen Stempel im Reisepass bin;)
Direkt vom  Flughafen  in Brisbane aus, hat mich dann die Mutter von Reece und Joel mit zu Katie genommen. Dort traf ich auf Aileen, Alina und Annika. In den nächsten Tagen darauf ging es gleich weiter nach Byron Bay, denn Katie erlaubte uns Mädels ihr Auto zu nehmen, während sie mit ihrem Freund unterwegs war.  Also ging es zum „ 6thsexiest beach of the world“. Angekommen hatten die drei Anderen sich schon um ein Hostel gekümmert und somit planten wir gleich dort unsere Sachen abuzustellen, als wir jedoch das komplett freizügige Hostelzimmer mit Glasschiebetüren und unseren Betten genau in Sicht von allen Hostelbewohnern fanden - beschlossen wir recht schnell unsere Sachen lieber im Auto zu lassen und dort nur so wenig wie nötig im Zimmer zu verbringen.
Am ersten Abend gingen wir ins „Cheeky Monkey’s“ - ein völlig überfüllter Club, der nach „puke“ roch. Dies verließen wir dann recht schnell und beschlossen dann in unser „Zimmer“ zu gehen und etwas Schlaf nachzuholen, den wir am Abend vorher durch ein paar Fläschchen Wein und viel zu viel Quatschen auf Katie’s Terrasse versäumt hatten. Am  naechsten Tag machten wir einen Ausflug nach Nimbin. Dem Hippiedorf schlechthin in Australien, Wir haben drei Stunden für einen ein-stunden Ausflug gebraucht, da Annika die Karte -schon bevor wir losfuhren- an sich riss und dann nach 2 Stunden feststellte, dass sie keine Karten lesen kann.  Angekommen in diesem Dorf, roch es einfach überall nach Gras. Unglaublich! Jeder der da rumlief, sah komplett bekifft aus und wir stellten recht schnell fest, dass es sich für uns nicht lohnen würde dort länger als eine Stunde zu bleiben. Überall wurde man angesprochen, ob man nicht etwas nicht ganz legales kaufen wollte (wollten wir natürlich nicht!). Und in diesem hochangepriesenem  Hippie-dorf gab es auch wirklich gar nichts sonst. Ein paar Läden mit Hippiezeugs und das wars! Jedoch gab es zwei Sachen, die mich echt faszinierten: 1. In einem dieser Läden hing doch tatsächlich ein Schild auf dem draufstand: „sorry, we don’t sell any pot here“!!! Wie krass ist das denn, dass man das schon erwähnen muss ?    Und nachdem wir dann aufgegeben haben uns Nimbin anzugucken und uns jeder eine halbe Melone zum Mittag kauften und uns noch gemütlich auf eine Parkbank setzen- bevor wir wieder den Rückweg antreten wollten (diesmal riss ich dir Karte an mich) kam mein Highlight nr 2: Ein Mann etwa um die 50 lief auf uns zu und fragte uns, ob wir nicht etwas Gras, Cookies oder Magic Mushroom von ihm kaufen wollten. Ohne dass wir antworten konnten, erzählte er uns, wie gut die Cookies sind, die schmecken nämlich nach Schokolade und seine Mutter macht die immer. Nun stelle ich mir vor, wie eine mindestens 70 Jahre alte Frau mit Schürze und dem Aussehen einer lieben Omi immer fleißig kleine Schokoladen-Weed-Kekse macht. Alles klar :D Das gibt es dann wohl hoffentlich nur in Nimbin.
Zurück in Byron angekommen sind wir abends noch in einen Pub gegangen, aber auch dort hielten wir uns aus Kostengründen nicht zu lange auf. Am nächsten Tag sollte es dann auch schon wieder zurückgehen. Jedoch nicht ohne dass wir uns den „sexiest beach“ ansahen. Also sind wir dann noch für ein paar Stunden dort hingegangen und dann Nachmittags schließlich zurück nach Brisbane gefahren.

Einen Tag bevor meine große Reise nach Bali losging, war Australian Day. Also am 26.1. Dafür fuhren wir zu viert dann noch ein letztes Mal in die City Brisbanes und feierten in der Down Under Bar. Am nächsten Morgen bin ich dann relativ verkatert in meinen Zug zum Airport eingestiegen und war dann um 14 Uhr balinesischer Zeit dort. Etwas verwundert sah mich der kleiner Asiate bei der Visumsausstellung an, nachdem er mich fragte, was ich hier so allein mache und ich ihm antwortete, dass ich Urlaub mache, aber noch nicht weiß wo, meine Freunde stehen nämlich draußen und haben das alles organisiert. Er versicherte sich nochmal indem er mich fragte, was wäre, wenn meine Freunde jetzt da nicht stehen würden und ich meinte, dass wäre blöd, dann weiß ich auch noch nicht. Schließlich sah er mich lachend an und verkündete, ich sei verrückt. Na toll, dachte ich mir, als er mir meinen Pass überreichte, aber das machte mir trotzdem nichts, denn ich freute mich ja mal wieder über meinen neuen Stempel im Pass.
Doch natürlich standen Toni und Fine draußen und kamen mir freudestrahlend entgegen gerannt. Toni und ich haben natürlich gleich geheult, aber so sind Mädchen halt:) Wir haben uns dann gleich ein Taxi genommen und sind nach Kuta gefahren. Dabei kamen wir gar nicht aus dem Erzählen raus, denn nach 6 monatigem versäumten Quatschen, gibt es einiges, was man sich zu erzählen hat. InKuta fanden wir auch relativ schnell ein Hotel, in das wir einzogen. Von da an hieß es nur noch Essen gehen (!), Massage und Shopping. Es war alles so preiswert, das war unglaublich. Ein richtiger Kulturschock, vor allem, wenn man mittlerweile die teuren australischen Preise gewöhnt war. Waren also jeden Tag dreimal essen und jedes Mal hat so mit Vorspreise und Nachspeise 3$ gekostet, wenn überhaupt. Ganzkörpermassage, Pediküre, Maniküre und Gesichtsbehandlung für 17$ !! Das war wie im Schlaraffenland. Und Millionör war man auch noch. Denn 100 $ = ca 80 € = 1.000.000 rp (Rupiah) :)Und wenn man in einem Laden mit einem 100 000 rp-Schein, also mit ungefähr 10 $ bezahlen wollte, hieß es gleich, uuufff, hast du es nicht kleiner?! Denn das war der höchste Schein und echt viel Geld für Balinesen. Das war echt ein Erlebnis. Natürlich haben wir uns auch viel von Bali angeguckt und waren auch ein,zweimal Teilnehmer im Kutas Nachtleben. An einem Tag waren wir zum Beispiel in Ubud und dort haben wir uns den Monkey Forest angeguckt. Das war echt zuckersüß. Kleine Babyäffchen und Große, die einem auf die Schulter und auf den Kopf springen und versuchen alles zu klauen, was nicht niet- und nagelfest ist. Toni wurde ein Opfer dieser Affen, denn ihre Wasserflasche wurde entrissen. Das war aber trotzdem echt schön und danach haben wir uns noch ein paar Stunden Ubud angeguckt und waren auch in einem kleinen einhemischen Restaurant essen. Das war yammi :) Einen anderen Tag waren wir in Denpasar, dort gefiel es uns aber nicht so, weil es echt gestunken hat und wir sind ganz schnell wieder zurück nach Kuta gefahren. Und unser letzter und größter Ausflug war eine Nature & Culture Tour durch die wir ganz viele Tempel, einen Barong Dance und einen wunderschönen Wasserfall gesehen haben. Das war echt schön, aber auch anstrengend. Doch irgendwann waren auch die schönen Tage auf Bali vorüber und der Flug nach Perth stand an. Dort wurden wir von zwei Kumpels von Toni und Fine mit ihrem Van abgeholt und nach Fremantle ins Hostel gefahren. Die Leute in diesem Hostel sagten mir alle nicht so zu, erinnerten mich alle ein wenig an Nimbin und deshalb war ich froh, dass ich mit Fine nach der ersten Nacht, in der wir uns heimlich ein Bett teilten, die Nächte im Auto verbrachte und wir uns so auch sehr viel Geld sparten. Am Tag waren wir dann immer im Hostel zum Duschen, Kochen und Waschen und nachts sind wir auf einen einsamen Parkplatz gefahren, damit uns niemand beim Campen erwischt, denn das wird in Australien mit 100$ Strafe geahndet an Plätzen, wo das nicht erlaubt ist. Fast überall wo es erlaubt ist, zahlt man jedoch reichlich und das ist auch doof. Also blieben wir bei unserer illegalen Variante. Relativ schnell beschlossen wir aber die Gemeinschaft der Leute im Hostel so weit, wie möglich zu meiden und so gingen wir dann auch zum Duschen nicht mehr dort hin, sondern fuhren an den South Beach, wo es öffentliche Duschen und Toiletten gab. Ein paar Mal sind wir dann nach Perth CBD gefahren auf der Suche nach einem Job. Doch die Leute der Jobagencies konnten uns nicht weiterhelfen und rieten uns nur einfach loszufahren und dort nach Arbeit zu fragen, wo Leute arbeiteten auf Feldern. Natürlich hat mir Fine auch noch ein bisschen Perth gezeigt und wir waren auch am Strand und haben uns die sonne auf den Bauch scheinen lassen, wenn wir gerade eh nicht in die Jobagency konnten. Einen abend waren wir im  Cicerillos und haben einen Seafoodplate gegessen, das war lecker! Langsam werde ich richtig Fan von FishnChips und all den englischen Sache, dass ich bekennender Baked Beans- Fan geworden bin, ist daher selbstverständlich. Und an einem anderen Abend machten Fine und ich einen Deal. Sie kommt mit mir mit in einen Unterwasserkäfig um Haie zu beobachten, wenn ich mit ihr die Torchlighttour im Fremantle Prison mache. Diese Tour fand natürlich nachts statt, was also bedeutet, dass wir nachts in einem Gefängnis mit einer Taschenlampe bewaffnet eine Gruseltour machen. Nichts für Papas Tochter, nein nein nein.. Aber so war der Deal, also machten wir uns nachts auf und nach ein paar Gruselmomenten und 90 minuten später überlebten wir die Tour und es war gar nicht so schlimm, wie zuvor vermutet.  Am Samstag den 11.2 machten wir uns dann auf den Weg nach Margaret River. Und da sitze ich nun. Im Van, ungeduscht und fern der Heimat. Das Auto voll gepackt mit Dosenspaghetti, Instantnudeln und anderem Dosenkram. Heute ist Mittwoch und ich weiß nicht wann ich das hier alles veröffetnlichen kann, denn wir schlafen momentan in einem Nationalpark, der es unseren technischen Geräten nur schlecht ermöglicht, Empfang zu haben. Mittlerweile fühle auch ich mich, wie ein Hippie, natürlich ohne das Gras. Wir trinken kalten Instantkaffee und sitzen abends bei Kerzenlicht neben dem Van und meist gehen wir relativ früh ins Bett, denn wenn die Sonne untergegangen ist, ist es so dunkel, dass man nichts ausser schlafen machen kann. Etwa 100 m von unserem neuen Zuhause ist eine kleine Toilettenkabine- ein Plumsklo. Ich bervorzuge den Busch. Aber das ist echt faszinierend, wie schnell man sich an das hier gewöhnt. Mir gefällts:) Duschen iund Strom gibt es hier nicht, aber alle drei Tage organisieren wir uns irgendwo sowas. Wenn wir erstmal einen Job haben, ziehen wir auf einen Campingplatz, der kostet dann so 35 $ für uns beide zusammen und hat Strom und Duschen. Aber im Moment wollen wir uns so das Geld sparen und bezahlen hier im Nationalpark nur einmal 7$ pro Person und können sooft hier schlafen, wie wir wollen. Unser Plan war, hier in Margaret River anzukommen und gleich mit dem Fruitpicking loszulegen um das Geld zu verdienen, dass wir dann danach zum Reisen brauchen. Toni ist in fremantle geblieben, weil sie sich noch nicht ganz von der Stadt dort trennen konnte. Also sind Fine und ich hier jetzt allein und auf der Suche nach Arbeit. Als wir am Sonnatgmorgen hier losfuhren um in den Jobagencies und Winderys hier nach Arbeit zu fragen, wies uns das Schicksal aber einen anderen Weg. Auf dem Weg raus aus dem Nationalpark wollte ich eben diesen auf der Landkarte finden und fragte Fine, wo er sich befindet. Sie fuhr gerade ungefähr 20 km/h und wollte mir dabei die richtige Richtung zeigen. Das nächste was passierte, war ein lauter Schrei „ Oh scheiße“ und ein lauter Knall. Sie hatte sich zu sehr auf die Karte konzentriert und nicht mehr auf die Straße geachtete, so dass wir von der Straße abkamen und als sie das Lenkrad verriss um wieder auf die Straße zu kommen, knallte ein Ast direkt auf die Frontscheibe vor ihrem Gesicht und zertrümmerte die Scheibe. Gott sei Dank aber hielt die Scheibe dem Ast stand und zerfiel nicht, sonst hätte das für Fine böse enden können. Ich sprang sofort aus dem Auto aus um mir den Schaden anzusehen. Eine riesenbeule über der Frontscheibe und die zertrümmerte Scheibe waren aber die einzigen Schäden. Zum Glück! Natürlich konnten wir so keine weiten Strecken mehr fahren und es war Sonntag, also wo sollten wir einen Handwerker herkriegen, der das wieder heile macht ? Erstmal fuhren wir dann ganz vorsichtig zur Tankstelle und zu vermeiden, dass uns die ganze Scheibe dann noch entgegenkommt. Dort fragten wir, wo es einen Mechanic gibt, der unseren Schaden so billig wie möglich repariert. Der junge Tankstellenwart verwies uns auf seinen Chef, und dieser war der Retter in unserer Not. Er heißt Daz und ist wirklich ein total lieber Mann, kann man jetzt sagen. Daz erzählte uns, dass er ein „backyard mechanic“ sei, also quasi privat kleiner Schäden repariert und dadurch dann etwas Geld nebenbei verdient. Er würde unserer Beule oben so gut, wie möglich heile machen und dann den Windscreen-Mann zu sich in den Garten rufen und der könnte dann die Scheibe gleich vor Ort austauschen. Natürlich war uns das alles erst etwas komisch, zu ihm nach Hause und so, aber eine andere Möglichkeit blieb uns nicht und als dann auch noch seine Frau in die Tankstelle ihn besuchen kam, dachten wir, dass es okay sei. Am nächsten Tag folten wir dann seiner Beschreibung zu ihm nach Hause (übrigens ist er ein kleiner Mann, so Ende 40, der aber einen total netten Eindruck macht). Es muss lustig ausgesehen haben, wie wirzu ihm kamen. Denn natürlich hatten wir total Angst, dass die Scheibe uns ins Gesicht fällt und deshalb trugen wir beide Sonnenbrille und hatten noch zum Schutz Jacken über unsere Beine gelegt. Da Fine aber wollte, dass ich fahre, weil sie noch ein wenig verängstigt war, kann man sich meine Gedanken als Fahrer, vielleicht vorstellen. Vor mir eine schön gesplitterte Scheibe, die bei jeder Bodenunebenheit knackte und mir die Sicht stark einschränkte und in mir ein rasendes Herz und viel zu viele Gedanken, was alles passieren könnte. Achso und dabei ist noch zu bemerken, dass wir, wenn die Polizei uns so erwischen würde auch eine Menge Ärger am Hals hätten, weil unser 20jahre alter Van dann wahrscheinlich ein „yellow ticket“ bekommen würde, was da bedeutet, dass er einmal komplett durchgecheckt werden muss und für gut befunden werden muss und das is wohl eher unmäglich, dass er dann nochmal auf die Straße darf. Aber gut, hat alles geklappt und wir kamen heil bei Daz an. Er fing dann gleich an das Auto wieder schick zu machen und wir bekamen nen heißen (!) Kaffee und genossen den Tag bei ihm auf der Terrasse.Abends haben wir dann noch etwas Fernsehen mit Daz und seiner Frau Deb geguckt und und uns auch gut mit ihnen unterhalten. Daz erzählte uns dass er leidenschaftlicher Angler ist und dass er mit uns auch gern mal angeln gehen würde um uns zu zeigen, wie einfach es hier in Australien ist, eine richtige Mahlzeit zu bekommen ohne dafür bezahlen zu müssen. Das kommt und mit unserem Dosenfutter natürlich gerade recht. Deshalb haben wir uns jetzt für Montagabend mit ihm zum Angeln verabredet. Der Windscreen-Mann konnte leider erst nächsten Tag und da die Scheibe schon raus war, durften wir dann im Wohnwagen von Daz und seiner Frau schlafen und hatten da Strom und konnten am nächsten Morgen nach einem leckeren Frühstück auch endlich nach 3 Tagen wieder, duschen gehen :)  Als das Auto dann wieder komplett heile war, fuhren wir gleich los in die Jobagencies nach Margaret River. Überall bekamen wir nur Absagen und dann beschlossen wir kurzerhand zu all den Winerys hier zu fahren und einfach mal selbst zu fragen. 3 Stunden und viele Winerys später hatten wir immernoch nichts. Bis auf einmal das Telefon klingelte und Daz uns glücklich mitteilte, er habe einen Job für uns, wir sollen doch mal in die Tankstelle kommen. Das machten wir auch sofort und jetzt versteht man denke ich auch, was das für ein herzensguter Mensch ist. Den ganzen Tag hatte er sich umgehört nach Leuten, die noch Leute zum  Fruitpicking suchen und dann schließlich auch einen gefunden. Das war der Chef von einer der Jobagencies, in der wir nach Arbeit fragten und nur einen Korb bekamen. Er versicherte Daz, dass er noch Leute brauche und kam ihm seine Karte. Daz machte auch gute Werbung für uns. Als wir dann jedoch in die Agency zurück gingen, sagte man uns, dass der chef nicht da sei und nach ihrem Wissen keine freien Stellen vorhanden seien. Verwirrt wiesen wir auf die Visitenkarte des Chefs und seine Aussagen, doch die „freundlichen“ Mitarbeiterinnen  bestanden auf ihre vorherige Aussage. Also liefen wir enttäuscht zurück zu Daz und der meinte, wir sollen den Chef doch einfach später nochmal persönlich anrufen. Ds hätten wir auch gemacht, wenn wir nicht vorher eine SMS von einer anderen Jobagency bekommen hätten, die uns für heute morgen um 5.40 Uhr zum Arbeiten bestellte. Total glücklich endlich einen Job zu haben, kauften wir uns gleich einen Arbeitshut und Daz schenkte uns auch noch zwei paar Handschuhe. Das läuft dann so, dass man morgens in die Agency vor Sonnenaufgang fährt, in Teams eingeteilt wird und dann los zur Winery fährt um dann püntklich um Sonnenaufgang anfängt zu pflücken. Also standen wir heute morgen um 4.30 Uhr auf und fuhren mit gepacktem Rucksack und kleinem Fresstäschchen für die Mittagspause los. Dort angekommen, sahen wir uns eingeteilt in Team 6 und waren überglücklich. Doch dann der Wandel: Für Neuankömmlinge hatte sie leider keine Werkzeuge mehr um die Grapes vom Stängel zu lösen und so schnell, wie wir den Job hatten, wurden wir von der Liste mit einem „Sorry“ gestrichen und unsere Namen wurden durch andere ersetzt. Ich war fast den Tränen nah. Aber uns wurde versichert, dass sie morgen genug Werkzeuge haben und wir auf jeden Fall heute wieder eine SMS bekommen würden um dann morgen wieder da zu erscheinen. Also fuhren wir den langen Weg von ca 30 km wieder zurück in den Nationalpark, aßen zum Mittag unser Fresspaket und sind relativ deprimiert. Aber morgen wird es bestimmt was. Das hoffen wir ganz fest! Und dann haben wir Arbeit und verdienen genug Geld um die Zeit danach zu finazieren. Also „Don’t worry, be happy“ und weiter gehts im Einklang mit der Natur, umzingelt von ganz vielen wilden Kangurus, die hier im „Leeuwin Nationaliste Nationalpark“ leben. Also her mit dem Gaskocher und den Dosenspaghetti!

xoxo



Schreibe einen Kommentar

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.


Blog Hosting © 2006-2018 by Interblog.de | Powered by Wordpress | Impressum dieses Blogs | Datenschutz