RIKE ON TOUR

Hey :) Mein Name ist Rike und ich bin 20 Jahre alt :) Durch diese Seite möchte ich all meine Lieben auf dem neusten Stand halten & auch für mich selber eine Erinnerung an mein erstes wirklich großes Abenteuer schaffen. Enjoy ;)

Ich bin eine Baeuerin ;)


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Halli Hallo :)

Es gibt ganz viele Neuigkeiten zu berichten :) Aber wie immer fangen wir ganz vorne an:)  Bis vorletzten Montag waren wir also in Margaret River, bewarben uns stetig bei verschiedensten Jobmoeglichkeiten und warteten.. Doch dann die Wende: So gegen 11 Uhr vormittags rief uns ein potentieller Arbeitgeber der “Harvey Beef Factory” an und verkuendete, dass wir dort arbeiten duerften. Die einzige Bedingung war, dass wir in zwei Stunden zum Jobinterview da sein sollten. Harvey liegt aber auch so 2 Stunden Fahrt von Margaret River entfernt, also ging es sofort ins Auto, schnell zu Daz zum Verabschieden und wir fuhren los (wie praktisch, wenn man sein Hab und Gut inklusive Bett gleich mit dabei im Auto hat). Dort angekommen wurden wir zu einem kleinen, rundlichen Mann gefuehrt, dessen erste Frage war, wie wir so zu Blut stehen. Mutig wie wir sind (und aus Notwendigkeit einen Job zu haben), uebertrieben wir natuerlich masslos und erzaehlten ihm, wie wenig uns Blut stoert. Es verabredete einen Termin zwei stunden spaeter mit uns und wollte dann gucken, ob wir die Richtigen fuer den Job waeren. Zwei Stunden spaeter wurde uns gesagt, wir seien es nicht und es war nur ein Versehen, denn eigentlich brauchen sie gar keine Arbeiter. Schoenen Dank auch, dass wir so weit gefahren sind wegen euch!! Aber jetzt in Nachhinein war das wahrscheinlich ganz gut, denn schon allein von Aussen wurde mir ganz anders, als ich die Blutbeschmierten Leute in weissen Anzuegen gesehen habe und Vegetarier wollte ich deswegen auch nicht werden muessen.  Naja, natuerlich hat uns das gestoert, aber wir waren Enttaeuschungen ja gewohnt. Also schliefen wir eine Nacht in Harveys Nationalpark und bewarben uns naechsten Tag bei saemtlichen anderen Factories, eh wir dann schliesslich weiter nach Bunbury fuhren. Dort wurden wir wieder einmal in saemtlichen Jobagencis vorstellig und schliefen dann fuer 4 Naechte dort im Caravanpark. Nachdem wir auch eine Anzeige bei “Gumtree” gestellt hatten “two hard working, fast learning, motivated German girls are looking for a job” und sogar auf unserem Auto hinten nen Zettel mit demselben Text haben, haben wir per SMS mehrere “vielversprechende” Jobangebote bekommen. Doch wir entschieden uns gegen diese, denn in privaten Haushalten im String zu putzen, im Bikini Carwash zu machen und auch fremde Leute zu massieren, erschien uns eher suboptimal und das kommt auch nicht so gut im CV. :D

Nachdem es also auch nichts in Bunbury mit Arbeit wurde und wir schon echt an uns zweifelten, fuhren wir nach Perth. (Here we go again).. naja, da schliefen wir dann auf einem Parkplatz, grob gesagt, aber eigentlich ein Caravanpark, den ein ca 80-jaehriger knuffiger Opa namens John fuehrte und der schon fast was von einer grossen Familie hatte. Am Anfang waren wir etwas skeptisch, aber im Endeffekt waren die Leute echt nett und hilfsbereit. Dort schliefen wir dann bis zum letzten Montag. An dem wir gegen 17  Uhr einen Anruf von einem Joe Kennedy erhielten. Ihm gehoert eine Farm 200 km noerdlich von Perth und er sucht zwei Arbeiter um Maschinen zu putzen. Am naechste Tag sollten wir anfangen.

Und hier bin ich nun: Auf der Farm “Aardvark” irgendwo im nirgendwo und hab eine echt gute Zeit zusammen mit Fine. Wir leben hier bei Graham und Hazel. Beide so um die 60 und echt lieb. Jeden Abend kriegen wir eine warme Mahlzeit, haben kostenfreie Unterkunft und verdienen 500$ die Woche. Wir haben hier viel Spass zusammen, denn ob nun eine Maus im Klo ist, Fine beim Arbeiten die Hose reisst, nen dicker Lizzard uns im Badezimmer zu Tode erschreckt, Graham und verzweifelt fragt, ob wir vllt seinen Traktor gesehen haben, denn er kann ihn einfach nicht finden (wie kann man denn nen Traktor verlieren ?:D ), ich Traktor fahre oder Graham mit uns eine Tour ueber die gesamte Farm macht und wir das Cattle bestaunen und uns stehend auf der Ladezone des Autos hinten bei 50 kmh befinden, es ist immer was los. Jeden Morgen stehen wir also um 6 uhr auf und wandern in unsere Cottage. Da es zuviele Redback Spinnen und anderes Viehzeug hier gibt, schlafen wir naemlich im Gaestezimmer und halten uns nur tagsueber in unserer kleinen Huette auf. ab 7 uhr gehts dann los mit der Arbeit. Unsere Aufgabe besteht darin, Traktoren, Trucks und noch ganz viele andere Geraete, die schon uralt sind, wie neu aussehen zu lassen. Denn am Freitag, den 16.3 findet ein grosser Verkauf statt und bis dahin muss alles blitzeblank sein. Unser Chef ist Joe,der aber hier nicht wohnt und nur ab und zu vorbeischneit. Graham ist also quasi unser eigentlicher Supervisor. Fine und ich haben auch ne strikte Aufgabenteilung : Ich mach alles sauber, was sich ueber Augenhoehe befindet und sie darunter. Also kletter ich jeden Tag mutig auf Riesentrucks und Traktoren umher und hab wirklich viel Spass daran. Immer bewaffnet mit nem Highpressure- Wasserschlauch und einem Blower um den Staub abzuspruehen, dazu den passenden Mundschutz, Stahlkappenschuhen, Schutzbrille, einem Hut (ganz wichtig, sonst Hitzeeschock) mit Fliegennetz dran (ganz wichtig: penetrante (verzeiht meine Sprache) verkackte Fliegen, die anscheindend extrem auf Koerperoeffnungen, wie Nasen,- Ohrloecher, Mund und Augen stehen und dort sich mit vorliebe zu zehnt aufhalten) und bei mindestens gefuehlten 50 Grad machen wir uns dann ans Putzen. Aber nein, wir sind keine Putzfrauen, wir sind Cleaner :) Klingt doch auch viel besser :D Und da Graham und Hazel aus Suedafrika kommen, kriegen wir noch eine gehoerige Dosis Afrika mit dazu gereicht :) Und hier wieder ein Lob auf die Australier, denn natuerlich ueberarbeitet sich hier keiner und richtig Stess ist auch uncool, also wird alles ganz ruhig angegangen und wir wurden des oefteren darauf hingewiesen, dass wir zu schnell und zu hart arbeiten (Die Deutschen halt). Also ist um 10 Uhr erstmal Teepause, da nimmt man naemlich fuer 30 min Morningtea zu sich. Nen lecker Schwarzer Tee mit Milch, der bei mir Suchtpotential schon ueberstiegen hat (ich liiiebe ihn) und dann muss man natuerlich um 13 Uhr erstmal Mittag essen fuer ne Stunde oder vielleicht auch noch nen Schlaefchen? Und meistens ist um 16 Uhr dann auch schon Schicht im Schacht. Klingt jetzt natuerlich alles ganz easy, ist es auch, aber man sollte die 6-7 Arbeit in der strahlenden Sonne doch nicht unterschaetzen. Also nach 9uhr abends kann man uns hier vergessen und spaeter koennen wir auch gar nicht ins Bett, sonst schlafen wir auf dem weg dorthin ein. Aber wir haben trotzdem Spass und vor Allem einen Job :) Am Sonntag hatten wir sogar frei und Graham und Hazel haben uns mit in die naechst groesste stadt genommen zum Einkaufen. Auch nur 68 km weg gewesen :D Das einzige Negative hier ist der Handyempfang. Nichts. Und auch in der Stadt Moora nichts. Aber da wir hier ja nur zwei Wochen leider sind, geht das. Und Skype funktioniert ja :) Also bis Mittwoch sind wir jetzt wohl noch hier und dann hoffen wir, dass wir noch nen Job irgendwo fuer weitere zwei Wochen finden :) Und dann gehts wieder los mt dem Reisen :)

So, das wars wieder erstmal. Ich muss jetzt ins Bett. Ist naemlich schon 20.30 uhr :D

Liebe Pueppi, ich wuensche dir alles, alles Liebe zu deinem 20. Geburtstag und denke ganz fest an dich :)

Knutschies an all meine Liebsten und an meinen Liebsten. Nicht mehr lang und ich bin wieder da. Aber erstmal muss ich noch all das erleben, was ich mir vorgenommen hab :)

Die Weltenbummlerin



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