RIKE ON TOUR

Hey :) Mein Name ist Rike und ich bin 20 Jahre alt :) Durch diese Seite möchte ich all meine Lieben auf dem neusten Stand halten & auch für mich selber eine Erinnerung an mein erstes wirklich großes Abenteuer schaffen. Enjoy ;)

Roadtrip Perth- Alice Springs- Adelaide


Viel Zeit ist vergangen seitdem ich euch das letzte Mal das Neuste berichtet habe, aber jetzt bietet es sich mir endlich wieder die Möglichkeit meine Abenteuer schriftlich festzuhalten :) Seit dem 19.3 sind wir nun schon nicht mehr bei Graham und Hazel. Wir hatten dort eine echt gute Zeit und es war richtig spannend mal so ins Farmleben Einblick zu erhalten. Nach den zwei Wochen zusammen, waren wir alle richtig traurig die Beiden verlassen zu müssen. Außerdem hatten wir ja immernoch keinen neuen Job gefunden für die Zeit danach. Alles was wir hatten, war das Angebot von Craig- einem der bei der Auktion mitgearbeitet hatte- seiner Frau für 2,3 Tage im Haushalt zu helfen. Die Beiden wohnen in Moora ( also in der 68km weit von der Farm entfernten Stadt). Daher fuhren wir dann erstmal dort hin und trafen uns mit Marie, Craigs Frau. Sie erzählte uns dann auch gleich, dass wir beide jeder 100 $ am Tag verdienen würden und „natürlich“ Unterkunft und Essen frei bei ihr bekommen würden, solange wir da arbeiten. WOW! Wir hatten sogar jeder ein eigenes Schlafzimmer und für mich das Größte :Marie hatte zwei Barneyhunde :) Monty und Lilly. Ich war im Hundehimmel! Fast jede Nacht schliefen die Beiden mit mir im Bett und ich hab das so genossen!  Am ersten Abend saßen wir dann alle gemütlich ein einer Runde und erzählten ihnen von unserer Pechsträhne zuvor (Auto kaputt, keinen Job gefunden, etc..) und die beiden waren ganz geschockt von unserem Unglück. Genug Geld für das weitere Reisen hatten wir auf der Farm ja leider auch noch nicht verdient. Also bot uns Marie an, bei ihren Freunden noch etwas rumzufragen, ob jemand uns gebrauchen könnte und so hätten wir dann erstmal etwas Arbeit. Von Anfang an sicherte Marie uns aber zu, dass wir trotzdem weiter bei ihr wohnen dürfen.Marie hatte außerdem eine kleine Teddy-Company. Also sie erstellt das Design für Teddys, die dann in China produziert werden und in Australien in Spielzeugläden verkauft werden. Da chinesisches Handwerk um einiges billiger ist, dafür aber zeitweise an Qualität gespart wird, fielen bei der letzten Lieferung an Teddybären leider die Köpfe alle ab und so engagierte Marie zwei Vietnamesische Mädels um diese zu reparieren. Nun da wir aber in ihr Leben getreten waren, entschied sie sich uns die Arbeit zu geben und so hatten wir nochmal 5 Tage gesicherte Arbeit ! Marie wurde wie unsere Managerin. Vormittags schickte sie uns zu ihren Freundinnen zum Arbeiten und danach machten wir Teddys und manchmal machten wir auch 14 Stunden am Stück Teddys und wurden fast bekloppt! Bei ihren Freunden machten wir meistens Gartenarbeit, putzten Fenster, putzten Häuser und/oder fegten Laub zusammen. Zwei Wochen lang waren wir dann im Endeffekt bei Marie und Craig und hatten eine wunderbare Zeit! Einen Abend kamen sogar Hazel und Graham zum Abendbrot und wir sahen die beiden noch einmal. Marie und Craig hatten sie extra für uns eingeladen und wir haben uns alle sehr gefreut. Fine und ich hatten in der ganzen Zeit einmal frei und da beschlossen wir nach Cervantes zu den Pinnacles zu fahren. Das sind ganz viele verschieden große Steine, die einfach so in der Wüste stehen und keiner weiß so richtig, wie die dort hingekommen sind. Das war mal was anderes und hat uns gut gefallen :) Insgesamt haben wir in den zwei Wochen, die wir da waren über 1600 $ jeder verdient und das wäre nie möglich gewesen, wenn wir nicht so einen Engel wie Marie getroffen hätten, die uns bei sich wohnen lässt, uns jeden Tag vom Feinsten bekocht, sich jeden Tag um Arbeit für uns kümmert und das alles ohne etwas dafür zu verlangen! Zum Abschied haben wir sogar von Lyn (Freundin von Marie) ein Riesenpaket an Roadtrip-Nahrung bekommen (Instantnoodles, Kräcker, Salami, Käse, Butter, ..) und das spart uns auch wieder unheimlich viel Geld. Jetzt haben wir auch eine kleine Kühlbox um Essen zu halten!  Wir werden auf jeden Fall mit Marie in  Kontakt bleiben, genauso wie mit Hazel und Graham und sie hoffentlich in ein paar Jahren wiedersehen. Auch Daz rufen wir noch ab und zu an und freuen uns immer mit ihm mal zu quatschen :)
Marie hätte uns am Liebsten nie wieder gehen lassen. Aber meine Zeit in Australien wird knapp und so sind wir am 04.04 weiter Richtung Perth gefahren. Eigentlich war ja ein Roadtrip mit Toni  bis an die Ostküste nach Cairns, über Port Augusta, Alice Springs, Adelaide und Melbourne, geplant, doch da sie ihre Prioritäten neu geordnet hat und wir anfangs nicht mehr an erster Stelle standen, ist sie erstmal nach Queensland zu einem Kumpel geflogen und stieß heute in Adelaide zu uns dazu. So sind Fine und ich also erstmal allein bis Port Augusta gefahren und haben uns dort mit Christian, 23 Jahre alt und aus dem Saarland, getroffen. Ihn haben wir auf Gumtree.com.au gefunden und er  fuhr dann mit uns zusammen bis nach Alice Springs, denn nur zu zweit hätten wir uns das nicht leisten können (Sprit, Essen, etc) Früh stellte sich aber heraus, dass er eine totale Flachzange ist und so waren wir froh, als wir in Alice ankamen und ihn los waren. 6 Tage haben wir dorthin gebraucht und haben wunderbare Dinge gesehen und erlebt (trotz der Flachzange :p). Zuerst fuhren wir über Coober Pedy - einer Stadt, die teilweise unter der Erde gebaut ist. Das war sehr eindrucksvoll und wir haben uns sogar ein unterirdisches Haus, eine Kirche und eine Opalmiene angeguckt. Alles lief echt gut bis wir am Freitag, den 13 endlich an einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Australiens ankamen, dem Ayers Rock! Auf dem Weg dorthin sahen wir sogar wilde Kamele. Ich war selten so beeindruckt, wie von dem Anblick des Ayers Rock (Uluru). Es sah einfach aus, wie auf einer Postkarte, doch ich stand direkt davor!! Natürlich mussten wir den Uluru einmal umrunden (10,6 km) und bis dahin war auch noch alles gut, bis wir am Parkplatz ankamen und uns zuerst über den Idioten dessen Alarmanlage gerade an ist, lustig machten, bis wir feststellten, dass das unser Auto war. Ich hatte nämlich vergessen, das Licht auszustellen und deshalb teilte uns unsere Batterie mit, dass sie nun alle ist. Das wäre jedoch alles noch gar nicht so schlimm gewesen, wenn wir nicht als wir das Auto öffnen wollten, festgestellt hätten, dass der Schlüssel weg ist. Wir sind so ne Idioten!! Gott sei Dank hat Fine es dann geschafft in unser eigenes Auto einzubrechen durchs Fenster (sehr beruhigend, wenn das schon so ne „Autoexperten“ wie wir, schaffen.) Sonst hätten wir 200$bezahlen müssen um unser Auto öffnen zu lassen. Im Auto hatten wir dann noch einen Ersatzschlüssel. Sowas muss natürlich immer da passieren, wo es gerade ganz ungünstig ist! Im Outback am Uluru, weit weg von jeglicher Zivilisation! Deshalb haben wir dann auch leider den Sonnenuntergang verpasst, denn wir mussten uns ja noch eine Starterhilfe geben lassen. DIe Nacht verbrachten wir dann im Uluru Resort in einem Caravanpark. Am nächsten morgen fuhren wir dann früh los um wenigstens den Sonnenaufgang am Uluru zu sehen und der war auch wirklich sehr schön! Danach ging es zu den Olgas. Das sind auch Berge, so ähnlich wie der Uluru und auch sehr beeindruckend. Dort sind wir auch um die 5 Stunden rungewandert und haben die Natur genossen. Nachts schliefen wir immer auf 24 Stunden Rastplätzen in unserem Auto und Christian in seinem Zelt. Am nächsten Tag ging e zum King’s Canyon, einer Schlucht, in der wir insgesamt 6 Stunden geklettert und gewandert sind. Das war einfach herrlich! Nach ca 3/4 des Weges kamen wir an ein Wasserloch, was Garten Edens genannt wird und der Name kommt nicht von ungefähr. Nach einer so langen Wanderung bei über 30 Grad war das Wasserloch einfach nur göttlich! Erfrischt ging es dann also weiter und danach waren wir einfach nur total erschöpft. Wir hatten nun also alles gesehen, weswegen wir ins Outback gefahren sind und waren sehr stolz, dass alles trotz kleinerer Schwierigkeiten, sehr gut geklappt hat und uns unser Van sicher durch die Nullarbor und die Victoriawüste gebracht hatte. Am nächsten Tag ging es nach Alice Springs, wo wir Flachzange verabschiedeten und einkaufen gingen um schließlich von dort aus den Rückweg aus dem Northern Territory zurück nach South Australia antraten. Jetzt sind wir schon wieder seitdrei Tagen auf der Straße unterwegs und kamen heute in Adelaide an um dann von hier aus die Great Ocean Road  zu befahren bis nach Melbourne. 4 Wochen bleiben uns jetzt noch um bis nach Cairns zu kommen, aber das schaffen wir schon. Fine und ich verstehen uns super und wir haben und hatten eine traumhafte Zeit zusammen bisher. Ich liebe unser momentanes australisches Leben. Jeden Tag fahren wir so um die 600 km . Die Straßen scheinen endlos und strahlen ein unglaublich starkes Gefühl von Freiheit aus. Wir stehen mit dem Sonnenaufgang auf und fahren dann bis kurz vor Sonnenuntergang. Dann kochen wir uns etwas mit dem Gaskocher und wenn die Sonne untergegangen ist, gehts ins Bett. Was soll man auch sonst machen. Es gab schon Tage da lagen wir um 18 Uhr im Bett :D Aber jetzt geht es ja zurück in die Zivilisation und da wird dann bestimmt alles wieder etwas hektischer. Da kann ich mich mal schon wieder vor-einstimmen auf Berlin :)

Heute hat mein Schatz Geburtstag und in Gedanken bin ich natürlich bei ihm und feier mit ihm :) Ich liebe dich :)
Auch alles Gute an meinen Schwiegerpapa in Spee :)

xxx Die Weltenbummlerin



  1. Vincent sagt:

    Wahnsinns Artikel.Habe ein paar frische Denkanstoesse bekommen. Warte auf weitere Posts.

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